Messstellenbetreiber werden zum Taktgeber der Netzsteuerung

Netzsteuerung entscheidet sich nicht im Gesetz – sondern im Betrieb


2026 markiert den Übergang vom Pilotbetrieb zur operativen Realität der Netzsteuerung in der Niederspannung. Steuerbare Anlagen müssen erstmals flächendeckend in den Netzbetrieb integriert werden – technisch, organisatorisch und prozessual.

In einem Beitrag für die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) analysieren unsere HG-Experten, warum die größten Herausforderungen dabei weniger im regulatorischen Rahmen liegen, sondern vor allem in Datenqualität, Systemintegration, Kommunikation und der Skalierung massenfähiger Prozesse. Der Artikel zeigt, welche Rolle Messstellenbetreiber künftig im Zusammenspiel mit Netzbetreibern einnehmen, warum einfache Steuerungsmodelle den Einstieg prägen werden – und weshalb 2026 darüber entscheidet, ob Steuerung im Netzbetrieb wirklich funktioniert.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier als eingebetteten LinkedIn-Post sowie als PDF zum Download.

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HG-Rückblick BDEW-Fachkongress „Messwesen 2025“

Fachkongress in Düsseldorf


Branchentreff Smart Meter

Vom Mess- zum Steuerungsrollout: Warum 2026 zum Realitätscheck für die digitale Energiewende wird

Nach den metering days fand mit dem BDEW-Fachkongress „Messwesen 2025“ Anfang Dezember 2025 eine letzte Branchenveranstaltung statt. Und es wurde deutlich:
Die Branche steht an der Schwelle vom Mess- zum Steuerungsrollout – und damit vor einer neuen Komplexitätsstufe der digitalen Energiewende.

Zwei Tage lang diskutierten Messstellenbetreiber, Netzbetreiber, Hersteller, IT-Dienstleister und Behörden in Düsseldorf darüber, wie der Übergang vom iMSys-Rollout zur netzrelevanten Steuerung in der Niederspannung gelingen kann. Dabei wurde klar: Die Technik ist weiter als viele Prozesse – und der Zeitdruck steigt.

Steuerungsrollout: Erkenntnisse aus der Technischen Studie 2.0

Für die HORIZONTE-Group war der Kongress auch fachlich ein wichtiger Meilenstein.
Auf der Bühne präsentierte Frank Hirschi die Ergebnisse der Technischen Studie 2.0 „Steuern in der Niederspannung“ und ordnete sie in den aktuellen regulatorischen und operativen Kontext ein.

Die zentrale Erkenntnis der Studie bestätigt sich zunehmend auch in der Praxis:
Der Steuerungsrollout wird kommen, aber die gesetzlich vorgegebenen Fristen für 2026 sind für viele Marktrollen nicht realistisch erfüllbar (mehr dazu hier).

Paneldiskussion: „Zeit für Macher“

Besonders prägend war die Paneldiskussion zum Steuerungsrollout. Die Diskussion machte deutlich:

  • Intelligente Steuerung kann einen erheblichen Beitrag leisten, um Netzausbaukosten zu begrenzen.
  • Die Technik rund um SMGw, Steuerboxen und CLS-Geräten kann ab 2026 für Praxistests eingesetzt werden, um Schritt für Schritt zum Massenrollout zu gelangen.

Der Tenor der Runde war klar:
Jetzt starten, Erfahrungen sammeln, lernen – und ab 2027 skalieren. Wer zu lange wartet, riskiert den Anschluss im Wettbewerb um flexible Kund*innen.

Politischer Rahmen: Klare Worte aus dem BMWE

Einen wichtigen ordnungspolitischen Rahmen setzte der Vortrag von Juri von Allesch, Referent für Digitalisierung der Energiewende im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

In seinem Beitrag zum Thema
„Smart-Meter-Rollout: Wie geht es weiter und wo liegen noch Herausforderungen?“
machte er mehrere Punkte unmissverständlich klar:

  • Smart-Meter-Light-Ansätze werden nicht verfolgt.
  • Der Rollout von iMSys und Steuerungseinrichtungen bleibt integraler Bestandteil der digitalen Energiewende.
  • Für das erste Halbjahr 2026 zeichnet sich eine weitere Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) ab.

Damit wurde deutlich: Der regulatorische Rahmen bleibt in Bewegung.

Blick nach vorn: iRLMSys bekommt Kontur

Auch in einem weiteren Zukunftsthema zeigte der Kongress klare Entwicklungslinien auf. Im Bereich iRLMSys ist eine Roadmap erkennbar.

Wesentliche Punkte:

  • Die technischen Konzepte für iRLMSys nehmen Form an.
  • FNN-Lastenhefte zu iRLMSys werden zeitnah erwartet.
  • Erste Geräte dürften laut EMH ab 2027 für Feldtests zur Verfügung stehen.

Damit wird deutlich: Auch im RLM-Umfeld bewegt sich der Markt von der Konzeptdiskussion in Richtung Umsetzung – allerdings mit einem klar strukturierten zeitlichen Vorlauf.

Fazit: 2026 wird zum Jahr der Wahrheit

Der BDEW-Fachkongress „Messwesen 2025“ hat gezeigt, wie eng Technik, Regulierung und Organisation inzwischen miteinander verflochten sind. Die große Herausforderung liegt nicht mehr im einzelnen Gerät, sondern in der Orchestrierung des Gesamtsystems.

Der Steuerungsrollout bleibt ein Marathon, kein Sprint.
Er verlangt pragmatisches Vorgehen, klare Leitplanken und die Bereitschaft, auch unter Unsicherheit zu starten. Genau hier setzt die Technische Studie 2.0 an – mit einem realistischen Stufenmodell und einem klaren Blick auf das, was 2026 tatsächlich leistbar ist.

Die Botschaft aus Düsseldorf ist eindeutig:
Die Branche weiß, was zu tun ist. Jetzt geht es darum, es auch umzusetzen.


LEEN OWL Netzwerktreffen bei Phoenix Contact

Energieeffizienz und Sektorenkopplung live erleben!


Am 30.10.2025 traf sich das LEEN OWL Netzwerk bei Phoenix Contact in Blomberg. Das Treffen startete mit der Besichtigung des All Electric Society Park. Die Teilnehmenden konnten hautnah erleben und ausprobieren, wie Sektorenkopplung funktioniert: Erneuerbare Energien, intelligente Speicherlösungen und automatisierte Verteilungssysteme – alles vereint in einem beeindruckenden Demonstrationspark für eine CO₂-neutrale Gesellschaft.

Weitere Highlights des Treffens:
Erfahrungsaustausch: Die Teilnehmer:innen teilten wertvolle Einblicke und Best Practices zur Energieeinsparung.

Expertenvorträge mit Praxisbezug
René Füchtjohann und Julius Berghoff gaben spannende Einblicke in die Themen Integrationsmanagement, Sektorenkopplung, und die Simulation von Energieverbräuchen durch Prognosebasierte Optimierung bei Phoenix Contact.

Michel Scholtysik (Fraunhofer IEM) zeigte anhand konkreter Beispiele aus Unternehmen in OWL, wie Energieeffizienz mit Unterstützung durch Forschende erfolgreich umgesetzt wird.

Workshop zu Transformationsplänen nach BAFA Modul 5: Im Rahmen des Netzwerktreffens fand außerdem ein praxisorientierter Workshop mit Lissa Rakus von der HORIZONTE-Group Technik GmbH statt. Die Teilnehmenden bekamen Informationen zu Fördermöglichkeiten und entwickelten im Workshop erste Ansätze für individuelle Transformationspläne nach BAFA Modul 5 – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur strategischen Dekarbonisierung und Förderfähigkeit.

Was ist LEEN?
Das Lernende Energieeffizienz-Netzwerk „LEEN OWL“ existiert seit 2008 und hat sich seitdem als wertvolle Plattform für den Austausch und die Implementierung von Energieeffizienzmaßnahmen etabliert. Geleitet werden die LEEN OWL Netzwerke von Energie Impuls OWL und das aktuelle LEEN OWL Netzwerk wird durch uns, die HORIZONTE-Group Technik GmbH, fachlich begleitet. Ebenfalls beim Treffen dabei war Matthias Carl von der IHK Lippe zu Detmold.

Ein großes Dankeschön an Phoenix Contact für die Gastfreundschaft, an alle Referent:innen für die wertvollen Impulse, an das Team von Energie Impuls OWL für die Organisation und an alle Beteiligten für ihre engagierte Teilnahme! Gemeinsam gestalten wir eine nachhaltige Zukunft.

Teilnehmende Unternehmen im achten LEEN OWL Netzwerk: Arvato Systems, Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG, Gerresheimer Bünde GmbH, Hormann KG Verkaufsgesellschaft, IHK Lippe zu Detmold, KEB Automation KG, MöllerGroup GmbH, Naue Group GmbH & Co. KG (Espelkamp), Phoenix Contact, STUTE Nahrungsmittelwerke GmbH & Co. KG, ZF Group Friedrichshafen AG – Werk Bielefeld

Interesse am Lernende Energieeffizienz-Netzwerk „LEEN OWL“?  Sprechen Sie uns an.

 

Autoren: Lissa Rakus

Stand: 02.12.2025


Beginn der Arbeiten am neuen Ladepark in Mannheim

Die HGT errichtet in Mannheim einen Ladepark, der als praxisnahe Plattform für moderne Steuerungs- und Energiemanagementtechnologien dienen wird.


Im November konnten die Installationsarbeiten eines neuen Ladeparks bei der Power Plus Communications AG (PPC) in Mannheim beginnen. Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die vollständige Steuerungskette eines intelligenten Energiesystems sichtbar und nachvollziehbar zu machen.

Ladeinfrastruktur mit 20 Ladepunkten

Im neuen Ladepark entstehen insgesamt 20 Ladepunkte. Damit wird eine Umgebung geschaffen, in der sich unterschiedliche Betreiberanforderungen und technische Komponenten in einem gemeinsamen System abbilden lassen.

Technische Ausstattung der Außenverteilerschränke

Für den Aufbau wurden zwei neue Außenverteilerschränke installiert – jeweils einer für die PPC und einer für den Vermieter. Diese beinhalten unter anderem:

  • HEMS (Home Energy Management System) der Firma TQ
  • Smart Meter Gateway (SMGW) und CLS-Adapter der PPC
  • Elektrische Absicherungen aller Ladepunkte
  • Kommunikation über den EEBUS-Standard für interoperable Energiekommunikation

Die Kombination dieser Komponenten ermöglicht eine durchgängige Steuerungskette – vom Ladepunkt über das HEMS bis hin zur Steuerungseinheit der PPC und zur Backend-Kommunikation.

 

Aktuelle Arbeiten auf der Baustelle

Im Zuge des Projektbeginns wurden bereits wesentliche bauliche und technische Schritte umgesetzt:

  • Verlegung der Zuleitungen zu Außenverteilerschränken und Stellplätzen
  • Aufstellen und Ausrichten der Außenschaltschränke
  • Erste Verkabelungen für die spätere Inbetriebnahme
  • Vorbereitung der Infrastruktur für die kommenden Bauabschnitte

So entsteht ein Ort, an dem Steuerungs- und Energietechnologien künftig realitätsnah getestet und erlebbar gemacht werden können.

 

Bedeutung für den Steuerungsrollout

Der entstehende Ladepark wird zeigen, wie intelligente Netze, moderne Ladeinfrastruktur und digitale Messsysteme zusammenwirken. Als praxisnaher Showcase verdeutlicht er, wie Lastmanagement, Steuerung, Kommunikation und Energiemanagement im Rahmen des Steuerungsrollouts zusammenspielen.

 

Bei Interesse an Projekten für Ihr Unternehmen. Sprechen Sie uns an.

 

Autoren: Julia Eberharter

Stand: 02.12.2025


Transparenz im Netz: Ergebnisse einer Studie von Smight & HG

SMIGHT und HG analysieren Umsetzung des § 14a EnWG


Studie: Der wirtschaftlichste Weg zur Umsetzung von § 14a EnWG

Wie lassen sich die Anforderungen aus §14a EnWG wirtschaftlich sinnvoll umsetzen? In einem aktuellen energate-Interview analysiert unser HG-Experte Tobias Linnenberg gemeinsam mit Smight-Geschäftsführer Oliver Deutschle, warum der Schlüssel zur Netzsteuerung nicht in immer mehr Annahmen, sondern in einer belastbaren Mess- und Datenbasis liegt.

Die Analyse zeigt deutlich: Stationsmesstechnik ist in den meisten Netzstrukturen der wirtschaftlichste Ansatz, während rein iMSys-basierte Lösungen die Kosten vervielfachen können. Entscheidend ist ein strategisches Vorgehen, das Netzstruktur, Pflichteinbauquoten und Betriebskosten realistisch berücksichtigt – und Netzbetreibern frühzeitig Planungssicherheit verschafft.

Weiterlesen lohnt sich

Wer tiefer einsteigen möchte, findet weitere Details zur Studie auf der Website von SMIGHT sowie den vollständigen Beitrag bei energate oder folgend als pdf:

energate-Beitrag als PDF lesen

Ein Webinar zur Studie finden Sie in der SMIGHT-Mediathek: klick.


Förderung im Bereich Photovoltaik über progres.NRW

Progres NRW fördert seit dem 01.10.2025 wieder im Themenbereich Photovoltaik.


Im Folgenden ein kurzer Überblick der Förderprogramme.

Förderung von Planungs- und Beratungsleistungen zum Photovoltaikausbau

Antragsberechtigt

  • Städte, Gemeinden und Kreise sowie deren Zusammenschlüsse und Zweckverbände
  • Unternehmen
  • Private Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Förderrahmen

  • Zuwendungsfähig sind die Ausgaben für Studien, Konzepte, Analysen und Gutachten durch qualifizierte externe Berater, die zur Vorbereitung von investiven Maßnahmen zur Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Mehrparteienhäusern und Freiflächen-Photovoltaikanlagen dienen.

Förderhöhe

Städte, Gemeinden und Kreise und deren Zusammenschlüsse und Zweckverbände

  • maximal 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben; Förderhöchstgrenze 50.000 Euro. Finanzschwache Kommunen können bis zu 100 Prozent gefördert werden.

Unternehmen je nach Größe, private Hochschulen und Forschungseinrichtungen

  • maximal 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben; Förderhöchstgrenze 35.000 Euro.

Förderantrag

  • Ein Antrag kann bis zum 30. Juni 2027 gestellt werden; die Richtlinie tritt mit Wirkung vom 30. Juni 2027 außer Kraft.
  • Die Maßnahme darf erst beauftragt werden, wenn über den Förderantrag entschieden ist.
  • Die Antragstellung erfolgt über das elektronische Antragsformular.

 

Förderung der Erneuerung der Hauselektrik in bestehenden Mehrparteienhäusern im Vorfeld der Installation einer neuen Photovoltaik-Anlage

Antragsberechtigt (u.a.)

  • Privatpersonen
  • Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Unternehmen, kommunale Unternehmen
  • kommunale Gebietskörperschaften, Gemeinde- und Zweckverbände
  • Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Hochschulen, Kammern, Verbände oder Stiftungen
  • gemeinnützige Organisationen, einschließlich Kirchen

Förderrahmen

  • Erneuerung der Hauselektrik in bestehenden Mehrparteienhäusern im Vorfeld der Installation einer neu zu errichtenden Photovoltaik-Anlage, um die Nutzung des erzeugten Stroms der Photovoltaik-Anlage vor Ort in den Wohnungen (insbesondere als Mieterstrom) zu ermöglichen.

Förderhöhe

  • maximal 45 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis zu einer Förderhöchstgrenze von 20.000 Euro.

Fördervoraussetzungen

  • Errichtung einer Photovoltaik-Anlage mit einer installierten Leistung von mehr als 30 Kilowattpeak.

Förderantrag

  • Ein Antrag kann bis zum 30. Juni 2027 gestellt werden; die Richtlinie tritt mit Wirkung vom 30. Juni 2027 außer Kraft.
  • Die Maßnahme darf erst beauftragt werden, wenn über den Förderantrag entschieden ist.
  • Die Antragstellung erfolgt über das elektronische Antragsformular.

 

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen und -verfahren finden Sie auf der Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg: Förderbereiche Stromerzeugung / Wärmeerzeugung

Gerne unterstützen wir Sie bei der Antragstellung und Umsetzung. Sprechen Sie uns an.

 

Autoren: Stefan Dessin

Stand: 27.11.2025


Aktuelle Pflichten und Fristen

Entwicklung von Umlagen, Netzentgelten und gesetzlichen Vorgaben


Gesetzliche Vorgaben

Strom- und Energiesteuer

Der derzeit geltende Rabatt für die Industrie sowie die Land- und Forstwirtschaft nach § 9 des Stromsteuergesetzes (StromStG) läuft zum Jahresende aus. Mit dem Dritten Gesetz zur Änderung des Energie- und Stromsteuergesetzes soll die Stromsteuerentlastung auf den EU-Mindeststeuersatz fortgeführt werden. Mit dem Gesetzesentwurf sollen weitere Vereinfachungen bei der Elektromobilität, dem bidirektionalen Laden sowie der technologieoffenen Speicherung von Strom umgesetzt werden. Dazu gehören u.a.

  • Entfernung des Begriffs der „Kundenanlage“ aus den Definitionen im Stromsteuerrecht (§ 1a StromStV-E)
  • Neuer § 5a StromStG: Betreiber von Ladepunkten gelten nicht mehr als steuerliche Versorger, wenn sie Strom nur an einem Ladepunkt bereitstellen
  • Rechtssichere Regelung für bidirektionales Laden: Rückspeisende E-Autonutzer werden nicht zu Versorgern/Steuerschuldnern, sofern keine Einspeisung ins öffentliche Netz erfolgt
  • Neudefinition des Begriffs „Strom aus erneuerbaren Energieträgern“ (§ 2, Nr. 7)
  • Eigene Definition für Stromspeicher: ortsfeste Speicheranlagen die ausschließlich der Zwischenspeicherung von Strom dienen und nicht Bestandteil eines Fahrzeugs sind, werden nicht doppelt besteuert. Die Regelung gilt sowohl für klassische Batteriespeicher als auch für thermische Speicher mit Rückverstromung.

Der Bundestag hat die Änderung des Stromsteuergesetzes am 13. November beschlossen. Der Bundesrat muss darüber noch abschließend beraten.

 

Abschaffung der Gasspeicherumlage

Der Bundestag hat das Gesetz zur Abschaffung der Gasspeicherumlage („Viertes Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes“) am 6. November beschlossen. Damit entfällt die Umlage ab dem 1. Januar 2026. Die Gasspeicherumlage wurde eingeführt, um die Kosten für das Befüllen von Gasspeichern in Deutschland zu decken. Diese Maßnahme wurde notwendig, um eine Gasmangellage im Krisenjahr 2022 zu verhindern. Aktuell beträgt die Gasspeicherumlage 0,289 Cent pro Kilowattstunde (kWh).

 

Niedrigere Netzentgelte für Strom

Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber sollen 2026 einen Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) erhalten. Der Zuschuss soll die Netzentgelte und damit die Stromkosten senken. Nach dem Beschluss des Bundestags am 13. November hat der Bundesrat die Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz abschließend gebilligt.

 

Industriestrompreis

Der Strompreis für besonders energieintensive Unternehmen soll ab dem kommenden Jahr gesenkt werden. Die Berechtigung orientiert sich am beihilferechtlichen EU-Rahmen Cisaf. Die Beihilfe soll für 50% des jährlichen Stromverbrauchs gelten, bis zu 50% des Großhandelspreises (Vorjahr) betragen und zu 50% reinvestiert werden. Die Reduzierung soll bis 2028 gelten. Eine Kopplung mit der Strompreiskompensation ist ausgeschlossen. Eine genaue Ausgestaltung ist noch offen.

 

Auszug möglicher Fristen

  • 31.12.2025 Anträge Strom- und Energiesteuer
  • 31.12.2025 Zählerablesen
  • 31.03.2026 Aktualisierung der Daten Plattform für Abwärme (§17 EnEfG)
  • 30.06.2026 Einführung eines Energie- und Umweltmanagementsystems für öffentliche Stellen (§ 6 EnEfG Einsparverpflichtung öffentlicher Stellen)

 

Übersicht über Umlagen und Netzentgelte 2026

Am 15. Oktober 2025 haben die Strom- und Gasnetzbetreiber ihre vorläufigen Netzentgelte veröffentlicht. Die finalen Entgelte werden zum 01.01.2026 festgelegt.

Außerdem haben wir Ihnen wieder eine Übersicht der Umlagen 2026 und eine Entwicklung ab 2018 zusammengestellt.

2025-11_Entwicklung der Umlagen ab 2018

Bei Rückfragen Sprechen Sie uns an.

 

Autoren: Lissa Rakus

Stand: 27.11.2025


Technische Studie 2.0 – Steuern in der Niederspannung veröffentlicht

Verpflichtender Rollout von Steuereinheiten erst nach 2026 umsetzbar


Pressemitteilung

Die HORIZONTE-Group veröffentlicht eine aktuelle Analyse zum Steuern in der Niederspannung. Das Fazit: Der Start des Massen-Rollouts von Steuereinheiten bei Neuanlagen ist 2026 nicht erreichbar und die Branche benötigt realistische Fristen sowie eine Korrektur regulatorischer Vorgaben.

Berlin, 20. November 2025. Die Beratungsgesellschaft HORIZONTE-Group veröffentlichte in Berlin die Ergebnisse ihrer Technischen Studie 2.0 – Steuern in der Niederspannung. Die Untersuchung analysiert den aktuellen Umsetzungsstand des Steuerungsrollouts und bewertet, ob und wie Verteilnetzbetreiber (VNB) und Messstellenbetreiber (MSB) die gesetzlich formulierten Anforderungen erfüllen können. Das wichtigste Ergebnis: Der verpflichtende Start in den Massen-Rollout von Steuereinheiten für neu installierte steuerbare Anlagen (Erzeugung und Verbrauch) ist mit dem derzeitigen Stand der Systeme und Prozesse nicht realistisch umsetzbar. Erforderlich ist eine Verschiebung der Fristen um ein Jahr von 2026 auf 2027 – sowie eine inhaltliche Anpassung der gesetzlichen Vorgaben, wie beispielsweise die Honorierung eines netzdienlich fokussierten Rollouts.

Technische und organisatorische Engpässe bremsen den Rollout

Die Studie identifiziert drei wesentliche Hürden für den Steuerungsrollout:

  • Erstens sind die ERP-Systeme der VNB und MSB nicht ausreichend ertüchtigt, insbesondere fehlen ein konsistentes Datenmodell für Steuereinheiten sowie die durchgängige Schnittstellenanbindung von Umsystemen.
  • Zweitens sind die Montage- und Inbetriebnahmeprozesse an Kundenanlagen – besonders im Zusammenspiel zwischen Installateuren und MSB-Monteuren – bislang nicht massentauglich erprobt.
  • Drittens bestehen erhebliche Unsicherheiten in der WAN-Kommunikation, da der heute in der Regel eingesetzte öffentliche Mobilfunk häufig nur unzureichende Erreichbarkeiten von Gateways und Steuereinheiten ermöglicht. Für alternativ zur Verfügung stehende Technologien müssen umfassendere Erfahrungen erst gesammelt werden

Die Studie der HORIZONTE-Expert*innen empfiehlt daher, die im Gesetz vorgesehenen Fristen für den Steuerungsrollout von steuerbaren Neuanlagen von Ende 2026 auf Ende 2027 zu verlängern. Zudem sollten Leistungsgrenzen für Erzeugungsanlagen zwischen Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) harmonisiert werden und das Segment der 2-7-kW-Anlagen zumindest einstweilen von der Verpflichtung zur Wirkleistungsbegrenzung (gem. §9 EEG) und Steuerbarkeitscheck (gem. §12 Abs. 2 EnWG) ausgenommen werden. Angesichts der heterogenen Netzsituationen – von eher problemlosen urbanen Netzen in Norddeutschland bis zu Netzen an der Leistungsgrenze in manchen ländlichen Gebieten in Süddeutschland – plädiert die Studie außerdem für eine stärker netzorientierte Ausbringung der Steuertechnik statt eines rein flächendeckenden Rollouts.

Stufenmodell zeigt technischen Pfad bis 2028

Mit der Technischen Studie 2.0 entwickelt die HORIZONTE-Group ein vierstufiges Modell für die Jahre 2025 bis 2028: Vom technischen Durchstich über eine funktionsfähige Steuerung und eine massenfähige Umsetzung bis hin zur vollumfänglichen Ende-zu-Ende-Netzsteuerung. Das Stufenmodell beschreibt dabei, welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen in welcher Reihenfolge für einen erfolgreichen Steuerungsrollout in welcher Phase geschaffen werden müssen.

„Die Branche steht vor einem massiven Transformationsschritt. Es wurde bereits viel erreicht und der Steuerungsrollout schreitet – entgegen dem um mehrere Jahre verzögerten Rollout von intelligenten Messsystemen – auch mit vergleichsweise moderaten Verzögerungen voran. Unsere Analyse zeigt jedoch, dass der aktuelle Zeitplan zu ambitioniert ist und Anpassungen notwendig sind, um einen wirksamen Steuerungsrollout, ohne zu viele Umgehungslösungen sicherzustellen“, sagt Dr. Roland Olbrich, Partner der HORIZONTE-Group und Gesamtverantwortlicher für die Studie. Frank Hirschi, Manager und Mitautor der Studie, ergänzt: „Die Engpässe sind klar benannt. Entscheidend ist nun, dass Politik, Hersteller, IT-Systemhäuser sowie MSB und VNB gemeinsam einen verlässlichen Pfad für die kommenden Jahre definieren. Kunden und Installateure sind zudem frühzeitig für eine Vorbereitung der Zählerplätze und einen effizienten Anschluss von steuerbaren Anlagen vor Ort einzubeziehen.“

Bedeutung des Rollouts für die Energiewende

Eine funktionierende Steuerbarkeit in der Niederspannung ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Nur wenn Systeme, Prozesse und regulatorische Rahmenbedingungen konsequent weiterentwickelt werden, kann die Branche die wachsende Zahl dezentraler Erzeuger und Verbraucher effizient integrieren und Netzengpässe wirksam vermeiden. Jochen Buchloh, Senior Partner der HORIZONTE-Group fasst somit zusammen: „Die Smart-Meter-Infrastruktur entwickelt sich von der reinen Messdatenerfassung zur Steuerbarkeit weiter. Somit werden steuernde Eingriffe von Netzbetreibern, aber auch marktlichen Teilnehmern, ermöglicht. Hier wurden innerhalb kurzer Zeit hervorragende Fortschritte auf allen Ebenen erreicht. Jedoch hat die Gesetzgeberin unrealistische zeitliche Fristen für den Aufbau der Infrastruktur formuliert. Daher sind hier Anpassungen erforderlich, um das Gesamtziel einer flexiblen und nachhaltigen Netzinfrastruktur so schnell wie möglich und mit den richtigen Prioritäten zu erreichen.“

Impulse aus der Branche bei der Abschlussveranstaltung

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung gaben drei Branchenvertreter zusätzliche Einblicke in ihre Organisationen. Andreas Hergaß, Vorstand der Stadtwerke Gießen, zeigte auf, wie Stadtwerke ihre Aufbau- und Ablauforganisation gezielt weiterentwickeln müssen, um die Digitalisierung der Energiewende wirksam zu unterstützen. Dr. Gert Schneider, Senior Produktmanager der GWAdriga, berichtete über den bereits erreichten technischen Durchstich mit ersten Steuereinheiten im Wirkbetrieb auf Basis von Workarounds zw. ERP- und CLS-Management-System und erläuterte, dass diese zwar wertvolle Erfahrungen liefern, jedoch wirtschaftlich nicht für einen Massenrollout geeignet sind. Dr. Nick Seeger, Mitglied der Geschäftsführung der Bayernwerk Netz, stellte die besonderen Herausforderungen eines solarspitzengeprägten Netzgebiets dar und betonte, dass der Weg zur massenfähigen Steuerung nur über einen mehrstufigen, strukturierten Pfad gelingen kann.

Fundiertes Wissen durch Beratungserfahrung und Experteninterviews

Die aktuelle Technische Studie 2.0 – Steuern in der Niederspannung ist die Nachfolge-Analyse der im Jahr 2024 von der HORIZONTE-Group veröffentlichten Technischen Studie Metering gMSB. Auch die Technische Studie 2.0 überzeugt durch die fachliche Tiefe der Analyse. Diese basiert auf zwei zentralen Säulen: Zum einen verfügt die HORIZONTE-Group über umfassende Beratungserfahrung in (MSB- und VNB-seitigen) Umsetzungsprojekten zur Realisierung der Steuerbarkeit in der Niederspannung. Das Team kennt somit operative, technische und wirtschaftliche Herausforderungen aus erster Hand. Zum anderen fließen umfangreiche Erkenntnisse aus einer Marktbefragung von 75 Expert*innen sowie 38 Tiefeninterviews mit Branchenvertretern ein, die seit Juni 2025 geführt wurden. Ergänzt wird dies durch den unabhängigen, marktübergreifenden Blick des Teams, der eine realistische Einordnung aktueller Entwicklungen ermöglicht.

Hintergrundinformationen:

Die HORIZONTE-Group GmbH mit Sitz in Monheim am Rhein ist ein Beratungsunternehmen im Bereich der Energiewirtschaft für Unternehmen in Deutschland. Sie ist ein Tochterunternehmen der HORIZONTE-Group AG mit Sitz in Luzern. Von dort aus bedient die Gruppe die gesamte DACH-Region mit Services für den Energiesektor. Das Unternehmen verfügt über eine große Markterfahrung und ist in der Energiewirtschaft breit vernetzt. Neben ihrem Schwerpunkt in der Beratung ist die Unternehmensgruppe in der Zählermontage, der Energieeinsatzoptimierung, dem Aufbau von Ladeinfrastrukturen für die E-Mobilität, der Software-Entwicklung sowie im Bereich des Business Process Outsourcings aktiv.

Die vollständige Studie kann unter folgendem Link angefordert werden:
https://www.horizonte.group/studie2025/

Kontakt:

studie@horizonte.group
HORIZONTE-Group GmbH
Mittelstraße 11
40789 Monheim am Rhein
www.horizonte.group


Unser Team auf den Metering Days 2025

HG-Nachklapp zu den Metering Days 2025

HG-Nachklapp zu den Metering Days 2025


Metering Days 2025 in Fulda: Zwischen Aufbruch, Druck und Umsetzungslücke – wohin steuert die Branche wirklich?

Die metering days 2025 haben erneut eindrucksvoll gezeigt: Der Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys), der Steuerungsrollout und die Smartifizierung der Verteilnetze bewegen die ganze Branche. Es zeigt sich aber auch: währen einige Akteure schon beim Steuerungsrollout pionierhaft zeigen, dass Steuerbefehle über das iMSys und die Steuereinheiten umgesetzt werden können, hinken noch rund 200 grundzuständige Messstellenbetreiber beim iMSys-Rollout hinterher. 

Mit einem neuen Besucherrekord von 1.200 Teilnehmenden, 78 Sprecherinnen und Sprechern und einer bis ins letzte Eck gefüllten Ausstellung war die Stimmung zwischen Zuversicht, Druck und einem durchaus spürbaren „Jetzt wird es ernst“. Gemeinsam mit den Kollegen unserer Schwesterfirma metelligent (Zählermontage) waren wir natürlich auch vor Ort.  

Schon zum Auftakt stellte Wolfgang Weber (ZVEI) den Rahmen unmissverständlich: „Elektrifizierung ist kein ‘nice to have’, sondern Grundvoraussetzung der Energiewende.“ Die Netze müssen steuerbar, digital anschlussfähig und massenfähig automatisierbar werden. Doch während die politischen Signale auf Beschleunigung stehen, kämpft die Branche längst mit einem anderen, sehr praktischen Problem: Es fehlt zunehmend weniger an Erkenntnis – sondern an Durchführbarkeit. 

Regulatorischer Druck steigt – aber die Verantwortung ist noch nicht sauber verteilt

Während in Person von Dennis Laupichler durch das BSI kommuniziert wurde, dass bereits rund 2 Mio. iMSys installiert wurden, stellte Dr. Jan-Peter Sasse von der Bundesnetzagentur in Aussicht, dass für gMSB, die ihre Rolloutquote nicht erreichen, ab 2026 monatliche Zwangsgelder pro Messstelle verhängt werden können. 

Beatrix Brodkorb (BMWE) sprach über Fortschritte in Digitalisierung und Cybersicherheit – doch wich der entscheidenden Frage aus: Was hat die Aussage aus dem 10-Punkte-Plan zur Verantwortungsverlagerung in das regulierte Anlagevermögen des VNB zu bedeuten? Das blieb jedoch vage. Und genau das treibt die Branche um und lässt vor allem wettbewerbliche Messstellenbetreiber in unnötiger Unsicherheit zurück. 

Wie Jannik Schall (1Komma5°) eindrücklich schilderte: Zwei Drittel der Prozessschritte beim dynamischen Tarif hängen an VNB-Prozessen. Die Digitalisierung des Messwesens ist längst kein Technologieproblem mehr – sondern ein Infrastruktur- und Umsetzungsproblem. 

Parallel wiesen Stimmen wie Anke Hüneburg (ZVEI) und wettbewerbliche Messstellenbetreiber mit Nachdruck darauf hin: Ein Rückfall in Monopolstrukturen wäre nicht nur politisch falsch, sondern operativ schädlich für die Geschwindigkeit. 

HORIZONTE-Group mit Impuls zur Technischen Studie 2.0 im Innovationsforum

Am ersten Kongresstag war auch die HORIZONTE-Group auf der Bühne vertreten: 
Dr. Roland Olbrich, Partner bei der HG, referierte im Innovationsforum zu den Herausforderungen des Smart Grid in Deutschland und gab erste Einblicke in die Technische Studie 2.0. 

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Netzbetreiber und Messstellenbetreiber den Übergang von Pilot- zu Regelbetrieb schaffen können – und welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen durch die verschiedenen Stakeholder wie Getezgeberin, Gerätehersteller oder Software-Zulieferer nötig sind, um die nächste Ausbaustufe des Smart Grid umzusetzen. 

Steuerungsrollout: Zwischen Pragmatismus und Strukturbedarf

Eine besonders lebhafte Diskussion entwickelte sich am zweiten Kongresstag in der interaktiven Diskussionsrunde „Steuern im System“. Dort zeigte sich, dass die Branche in zwei Denkrichtungen gespalten ist: 

  • Pragmatische Pioniere fordern, den Steuerungsrollout mit ersten Umsetzungsprojekten zu beginnen – auch wenn die Backend-Systeme und kaufmännischen Prozesse noch nicht vollständig automatisiert sind. 
    Stichwort: „Jetzt anfangen, Erfahrungen sammeln, Prozesse später harmonisieren.“ 
  • Strukturorientierte Stimmen betonen, dass ein nachhaltiger Smart-Grid-Rollout nur gelingen kann, wenn die gesamte Ende-zu-Ende-Prozesskette – von der Anlagenanmeldung über das ERP-System über die Netzberechnung bis zum Durchleiten des Steuerbefehls an den Netzanschlusspunkt  – durchgängig funktioniert. 
    Ihr Argument: „Schnelles Handeln darf keine technische Schuldenfalle werden.“ 

Einigkeit herrschte jedoch im Zielbild: Der Steuerungsrollout muss kommen – und er braucht 100 % Automatisierungsperspektive. 
Man war sich auch bewusst, dass vor allem Bestandsanlagen nicht sofort EEBus-ready sind und analoge Steuereinheiten eine Übergangsrealität bleiben werden. 

Unser Fazit als HORIZONTE-Group

Die Diskussionen in Fulda verdeutlichten, wie stark technologische, organisatorische und regulatorische Fragen miteinander verwoben sind. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Hardware, sondern in der Orchestrierung von Prozessen, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten. 

Viele Vorträge machten auf der einen Seite klar, dass ERP-Systeme ein zentraler Flaschenhals bleiben. Der Appell aus der Praxis war deutlich: „Wir müssen ins Machen kommen – aber mit klaren Leitplanken.“ Und dazu gehören auch stabile Rahmenbedingungen – auch zu Verantwortlichkeiten der Marktrollen.  

Kurz gesagt: Der Steuerungsrollout bleibt ein Marathon und ein komplexes Transformationsprogramm – mit hoher Systemverantwortung und notwendiger Lernkurve für alle Beteiligten. 

Zum Abschluss noch ein großes Dankeschön an alle, die mit uns in Fulda diskutiert haben – und an das großartige Team am HG-Stand (hier u. A. mit Moderatorin Susanne Schöne).  

Collage Rückblick Metering Days 2025

 
Zwei Tage voller Energie, Austausch und spannender Gespräche – wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr! 

Ausblick: Erkenntnisse aus der Technischen Studie 2.0

Die Technische Studie 2.0 „So gelingt der Steuerungsrollout“ liefert genau darauf Antworten: 
Wie gelingt der Steuerungsrollout entlang eines umsetzbaren Stufenmodells? 
Welche Ebenen müssen in welcher Reihenfolge stabilisiert werden? 
Welche Rollen verändern sich wie real – nicht theoretisch? 

🔎 Hintergründe zur Studie: www.horizonte.group/studie2025 
🎟 Anmeldung zur Abschlussveranstaltung am 20. November 2025 in Berlin: 
zum Abschlussevent
Autor: Frank Hirschi


Steuerungsrollout: Warum Ausdauer jetzt wichtiger ist als Tempo

Steuerungsrollout: Warum Ausdauer jetzt wichtiger ist als Tempo


Die Technische Studie 2.0 – Smart Grid in Deutschland zeigt: Der Weg zum Massenrollout ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf – und braucht klare Etappen, Standards und Zusammenarbeit

Mit den jüngsten Energierechtsnovellen wird der Steuerungsrollout zur zentralen Aufgabe für Netz- und Messstellenbetreiber. Doch die Praxis zeigt: Die Umsetzung bleibt komplex.
Die Technische Studie 2.0 – Smart Grid in Deutschland der HORIZONTE-Group untersucht, wie der Übergang vom Pilot- in den Massenrollout gelingen kann – und warum ein Stufenmodell für die Steuerung entscheidend ist.
Unser Beitrag in der Oktober-Print-Ausgabe der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) analysiert die Herausforderungen und zeigt, wie Ausdauer, Struktur und Kooperation den Schlüssel zum Erfolg bilden.

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Darüber hinaus hat die ZfK einen separaten Online-Beitrag veröffentlicht: Link

 

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Autor: Frank Hirschi