Messstellenbetreiber werden zum Taktgeber der Netzsteuerung

Netzsteuerung entscheidet sich nicht im Gesetz – sondern im Betrieb


2026 markiert den Übergang vom Pilotbetrieb zur operativen Realität der Netzsteuerung in der Niederspannung. Steuerbare Anlagen müssen erstmals flächendeckend in den Netzbetrieb integriert werden – technisch, organisatorisch und prozessual.

In einem Beitrag für die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) analysieren unsere HG-Experten, warum die größten Herausforderungen dabei weniger im regulatorischen Rahmen liegen, sondern vor allem in Datenqualität, Systemintegration, Kommunikation und der Skalierung massenfähiger Prozesse. Der Artikel zeigt, welche Rolle Messstellenbetreiber künftig im Zusammenspiel mit Netzbetreibern einnehmen, warum einfache Steuerungsmodelle den Einstieg prägen werden – und weshalb 2026 darüber entscheidet, ob Steuerung im Netzbetrieb wirklich funktioniert.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier als eingebetteten LinkedIn-Post sowie als PDF zum Download.

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HG-Rückblick BDEW-Fachkongress „Messwesen 2025“

Fachkongress in Düsseldorf


Branchentreff Smart Meter

Vom Mess- zum Steuerungsrollout: Warum 2026 zum Realitätscheck für die digitale Energiewende wird

Nach den metering days fand mit dem BDEW-Fachkongress „Messwesen 2025“ Anfang Dezember 2025 eine letzte Branchenveranstaltung statt. Und es wurde deutlich:
Die Branche steht an der Schwelle vom Mess- zum Steuerungsrollout – und damit vor einer neuen Komplexitätsstufe der digitalen Energiewende.

Zwei Tage lang diskutierten Messstellenbetreiber, Netzbetreiber, Hersteller, IT-Dienstleister und Behörden in Düsseldorf darüber, wie der Übergang vom iMSys-Rollout zur netzrelevanten Steuerung in der Niederspannung gelingen kann. Dabei wurde klar: Die Technik ist weiter als viele Prozesse – und der Zeitdruck steigt.

Steuerungsrollout: Erkenntnisse aus der Technischen Studie 2.0

Für die HORIZONTE-Group war der Kongress auch fachlich ein wichtiger Meilenstein.
Auf der Bühne präsentierte Frank Hirschi die Ergebnisse der Technischen Studie 2.0 „Steuern in der Niederspannung“ und ordnete sie in den aktuellen regulatorischen und operativen Kontext ein.

Die zentrale Erkenntnis der Studie bestätigt sich zunehmend auch in der Praxis:
Der Steuerungsrollout wird kommen, aber die gesetzlich vorgegebenen Fristen für 2026 sind für viele Marktrollen nicht realistisch erfüllbar (mehr dazu hier).

Paneldiskussion: „Zeit für Macher“

Besonders prägend war die Paneldiskussion zum Steuerungsrollout. Die Diskussion machte deutlich:

  • Intelligente Steuerung kann einen erheblichen Beitrag leisten, um Netzausbaukosten zu begrenzen.
  • Die Technik rund um SMGw, Steuerboxen und CLS-Geräten kann ab 2026 für Praxistests eingesetzt werden, um Schritt für Schritt zum Massenrollout zu gelangen.

Der Tenor der Runde war klar:
Jetzt starten, Erfahrungen sammeln, lernen – und ab 2027 skalieren. Wer zu lange wartet, riskiert den Anschluss im Wettbewerb um flexible Kund*innen.

Politischer Rahmen: Klare Worte aus dem BMWE

Einen wichtigen ordnungspolitischen Rahmen setzte der Vortrag von Juri von Allesch, Referent für Digitalisierung der Energiewende im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

In seinem Beitrag zum Thema
„Smart-Meter-Rollout: Wie geht es weiter und wo liegen noch Herausforderungen?“
machte er mehrere Punkte unmissverständlich klar:

  • Smart-Meter-Light-Ansätze werden nicht verfolgt.
  • Der Rollout von iMSys und Steuerungseinrichtungen bleibt integraler Bestandteil der digitalen Energiewende.
  • Für das erste Halbjahr 2026 zeichnet sich eine weitere Novelle des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) ab.

Damit wurde deutlich: Der regulatorische Rahmen bleibt in Bewegung.

Blick nach vorn: iRLMSys bekommt Kontur

Auch in einem weiteren Zukunftsthema zeigte der Kongress klare Entwicklungslinien auf. Im Bereich iRLMSys ist eine Roadmap erkennbar.

Wesentliche Punkte:

  • Die technischen Konzepte für iRLMSys nehmen Form an.
  • FNN-Lastenhefte zu iRLMSys werden zeitnah erwartet.
  • Erste Geräte dürften laut EMH ab 2027 für Feldtests zur Verfügung stehen.

Damit wird deutlich: Auch im RLM-Umfeld bewegt sich der Markt von der Konzeptdiskussion in Richtung Umsetzung – allerdings mit einem klar strukturierten zeitlichen Vorlauf.

Fazit: 2026 wird zum Jahr der Wahrheit

Der BDEW-Fachkongress „Messwesen 2025“ hat gezeigt, wie eng Technik, Regulierung und Organisation inzwischen miteinander verflochten sind. Die große Herausforderung liegt nicht mehr im einzelnen Gerät, sondern in der Orchestrierung des Gesamtsystems.

Der Steuerungsrollout bleibt ein Marathon, kein Sprint.
Er verlangt pragmatisches Vorgehen, klare Leitplanken und die Bereitschaft, auch unter Unsicherheit zu starten. Genau hier setzt die Technische Studie 2.0 an – mit einem realistischen Stufenmodell und einem klaren Blick auf das, was 2026 tatsächlich leistbar ist.

Die Botschaft aus Düsseldorf ist eindeutig:
Die Branche weiß, was zu tun ist. Jetzt geht es darum, es auch umzusetzen.


Transparenz im Netz: Ergebnisse einer Studie von Smight & HG

SMIGHT und HG analysieren Umsetzung des § 14a EnWG


Studie: Der wirtschaftlichste Weg zur Umsetzung von § 14a EnWG

Wie lassen sich die Anforderungen aus §14a EnWG wirtschaftlich sinnvoll umsetzen? In einem aktuellen energate-Interview analysiert unser HG-Experte Tobias Linnenberg gemeinsam mit Smight-Geschäftsführer Oliver Deutschle, warum der Schlüssel zur Netzsteuerung nicht in immer mehr Annahmen, sondern in einer belastbaren Mess- und Datenbasis liegt.

Die Analyse zeigt deutlich: Stationsmesstechnik ist in den meisten Netzstrukturen der wirtschaftlichste Ansatz, während rein iMSys-basierte Lösungen die Kosten vervielfachen können. Entscheidend ist ein strategisches Vorgehen, das Netzstruktur, Pflichteinbauquoten und Betriebskosten realistisch berücksichtigt – und Netzbetreibern frühzeitig Planungssicherheit verschafft.

Weiterlesen lohnt sich

Wer tiefer einsteigen möchte, findet weitere Details zur Studie auf der Website von SMIGHT sowie den vollständigen Beitrag bei energate oder folgend als pdf:

energate-Beitrag als PDF lesen

Ein Webinar zur Studie finden Sie in der SMIGHT-Mediathek: klick.


Technische Studie 2.0 – Steuern in der Niederspannung veröffentlicht

Verpflichtender Rollout von Steuereinheiten erst nach 2026 umsetzbar


Pressemitteilung

Die HORIZONTE-Group veröffentlicht eine aktuelle Analyse zum Steuern in der Niederspannung. Das Fazit: Der Start des Massen-Rollouts von Steuereinheiten bei Neuanlagen ist 2026 nicht erreichbar und die Branche benötigt realistische Fristen sowie eine Korrektur regulatorischer Vorgaben.

Berlin, 20. November 2025. Die Beratungsgesellschaft HORIZONTE-Group veröffentlichte in Berlin die Ergebnisse ihrer Technischen Studie 2.0 – Steuern in der Niederspannung. Die Untersuchung analysiert den aktuellen Umsetzungsstand des Steuerungsrollouts und bewertet, ob und wie Verteilnetzbetreiber (VNB) und Messstellenbetreiber (MSB) die gesetzlich formulierten Anforderungen erfüllen können. Das wichtigste Ergebnis: Der verpflichtende Start in den Massen-Rollout von Steuereinheiten für neu installierte steuerbare Anlagen (Erzeugung und Verbrauch) ist mit dem derzeitigen Stand der Systeme und Prozesse nicht realistisch umsetzbar. Erforderlich ist eine Verschiebung der Fristen um ein Jahr von 2026 auf 2027 – sowie eine inhaltliche Anpassung der gesetzlichen Vorgaben, wie beispielsweise die Honorierung eines netzdienlich fokussierten Rollouts.

Technische und organisatorische Engpässe bremsen den Rollout

Die Studie identifiziert drei wesentliche Hürden für den Steuerungsrollout:

  • Erstens sind die ERP-Systeme der VNB und MSB nicht ausreichend ertüchtigt, insbesondere fehlen ein konsistentes Datenmodell für Steuereinheiten sowie die durchgängige Schnittstellenanbindung von Umsystemen.
  • Zweitens sind die Montage- und Inbetriebnahmeprozesse an Kundenanlagen – besonders im Zusammenspiel zwischen Installateuren und MSB-Monteuren – bislang nicht massentauglich erprobt.
  • Drittens bestehen erhebliche Unsicherheiten in der WAN-Kommunikation, da der heute in der Regel eingesetzte öffentliche Mobilfunk häufig nur unzureichende Erreichbarkeiten von Gateways und Steuereinheiten ermöglicht. Für alternativ zur Verfügung stehende Technologien müssen umfassendere Erfahrungen erst gesammelt werden

Die Studie der HORIZONTE-Expert*innen empfiehlt daher, die im Gesetz vorgesehenen Fristen für den Steuerungsrollout von steuerbaren Neuanlagen von Ende 2026 auf Ende 2027 zu verlängern. Zudem sollten Leistungsgrenzen für Erzeugungsanlagen zwischen Messstellenbetriebsgesetz (MsbG), Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) harmonisiert werden und das Segment der 2-7-kW-Anlagen zumindest einstweilen von der Verpflichtung zur Wirkleistungsbegrenzung (gem. §9 EEG) und Steuerbarkeitscheck (gem. §12 Abs. 2 EnWG) ausgenommen werden. Angesichts der heterogenen Netzsituationen – von eher problemlosen urbanen Netzen in Norddeutschland bis zu Netzen an der Leistungsgrenze in manchen ländlichen Gebieten in Süddeutschland – plädiert die Studie außerdem für eine stärker netzorientierte Ausbringung der Steuertechnik statt eines rein flächendeckenden Rollouts.

Stufenmodell zeigt technischen Pfad bis 2028

Mit der Technischen Studie 2.0 entwickelt die HORIZONTE-Group ein vierstufiges Modell für die Jahre 2025 bis 2028: Vom technischen Durchstich über eine funktionsfähige Steuerung und eine massenfähige Umsetzung bis hin zur vollumfänglichen Ende-zu-Ende-Netzsteuerung. Das Stufenmodell beschreibt dabei, welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen in welcher Reihenfolge für einen erfolgreichen Steuerungsrollout in welcher Phase geschaffen werden müssen.

„Die Branche steht vor einem massiven Transformationsschritt. Es wurde bereits viel erreicht und der Steuerungsrollout schreitet – entgegen dem um mehrere Jahre verzögerten Rollout von intelligenten Messsystemen – auch mit vergleichsweise moderaten Verzögerungen voran. Unsere Analyse zeigt jedoch, dass der aktuelle Zeitplan zu ambitioniert ist und Anpassungen notwendig sind, um einen wirksamen Steuerungsrollout, ohne zu viele Umgehungslösungen sicherzustellen“, sagt Dr. Roland Olbrich, Partner der HORIZONTE-Group und Gesamtverantwortlicher für die Studie. Frank Hirschi, Manager und Mitautor der Studie, ergänzt: „Die Engpässe sind klar benannt. Entscheidend ist nun, dass Politik, Hersteller, IT-Systemhäuser sowie MSB und VNB gemeinsam einen verlässlichen Pfad für die kommenden Jahre definieren. Kunden und Installateure sind zudem frühzeitig für eine Vorbereitung der Zählerplätze und einen effizienten Anschluss von steuerbaren Anlagen vor Ort einzubeziehen.“

Bedeutung des Rollouts für die Energiewende

Eine funktionierende Steuerbarkeit in der Niederspannung ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Nur wenn Systeme, Prozesse und regulatorische Rahmenbedingungen konsequent weiterentwickelt werden, kann die Branche die wachsende Zahl dezentraler Erzeuger und Verbraucher effizient integrieren und Netzengpässe wirksam vermeiden. Jochen Buchloh, Senior Partner der HORIZONTE-Group fasst somit zusammen: „Die Smart-Meter-Infrastruktur entwickelt sich von der reinen Messdatenerfassung zur Steuerbarkeit weiter. Somit werden steuernde Eingriffe von Netzbetreibern, aber auch marktlichen Teilnehmern, ermöglicht. Hier wurden innerhalb kurzer Zeit hervorragende Fortschritte auf allen Ebenen erreicht. Jedoch hat die Gesetzgeberin unrealistische zeitliche Fristen für den Aufbau der Infrastruktur formuliert. Daher sind hier Anpassungen erforderlich, um das Gesamtziel einer flexiblen und nachhaltigen Netzinfrastruktur so schnell wie möglich und mit den richtigen Prioritäten zu erreichen.“

Impulse aus der Branche bei der Abschlussveranstaltung

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung gaben drei Branchenvertreter zusätzliche Einblicke in ihre Organisationen. Andreas Hergaß, Vorstand der Stadtwerke Gießen, zeigte auf, wie Stadtwerke ihre Aufbau- und Ablauforganisation gezielt weiterentwickeln müssen, um die Digitalisierung der Energiewende wirksam zu unterstützen. Dr. Gert Schneider, Senior Produktmanager der GWAdriga, berichtete über den bereits erreichten technischen Durchstich mit ersten Steuereinheiten im Wirkbetrieb auf Basis von Workarounds zw. ERP- und CLS-Management-System und erläuterte, dass diese zwar wertvolle Erfahrungen liefern, jedoch wirtschaftlich nicht für einen Massenrollout geeignet sind. Dr. Nick Seeger, Mitglied der Geschäftsführung der Bayernwerk Netz, stellte die besonderen Herausforderungen eines solarspitzengeprägten Netzgebiets dar und betonte, dass der Weg zur massenfähigen Steuerung nur über einen mehrstufigen, strukturierten Pfad gelingen kann.

Fundiertes Wissen durch Beratungserfahrung und Experteninterviews

Die aktuelle Technische Studie 2.0 – Steuern in der Niederspannung ist die Nachfolge-Analyse der im Jahr 2024 von der HORIZONTE-Group veröffentlichten Technischen Studie Metering gMSB. Auch die Technische Studie 2.0 überzeugt durch die fachliche Tiefe der Analyse. Diese basiert auf zwei zentralen Säulen: Zum einen verfügt die HORIZONTE-Group über umfassende Beratungserfahrung in (MSB- und VNB-seitigen) Umsetzungsprojekten zur Realisierung der Steuerbarkeit in der Niederspannung. Das Team kennt somit operative, technische und wirtschaftliche Herausforderungen aus erster Hand. Zum anderen fließen umfangreiche Erkenntnisse aus einer Marktbefragung von 75 Expert*innen sowie 38 Tiefeninterviews mit Branchenvertretern ein, die seit Juni 2025 geführt wurden. Ergänzt wird dies durch den unabhängigen, marktübergreifenden Blick des Teams, der eine realistische Einordnung aktueller Entwicklungen ermöglicht.

Hintergrundinformationen:

Die HORIZONTE-Group GmbH mit Sitz in Monheim am Rhein ist ein Beratungsunternehmen im Bereich der Energiewirtschaft für Unternehmen in Deutschland. Sie ist ein Tochterunternehmen der HORIZONTE-Group AG mit Sitz in Luzern. Von dort aus bedient die Gruppe die gesamte DACH-Region mit Services für den Energiesektor. Das Unternehmen verfügt über eine große Markterfahrung und ist in der Energiewirtschaft breit vernetzt. Neben ihrem Schwerpunkt in der Beratung ist die Unternehmensgruppe in der Zählermontage, der Energieeinsatzoptimierung, dem Aufbau von Ladeinfrastrukturen für die E-Mobilität, der Software-Entwicklung sowie im Bereich des Business Process Outsourcings aktiv.

Die vollständige Studie kann unter folgendem Link angefordert werden:
https://www.horizonte.group/studie2025/

Kontakt:

studie@horizonte.group
HORIZONTE-Group GmbH
Mittelstraße 11
40789 Monheim am Rhein
www.horizonte.group


Unser Team auf den Metering Days 2025

HG-Nachklapp zu den Metering Days 2025

HG-Nachklapp zu den Metering Days 2025


Metering Days 2025 in Fulda: Zwischen Aufbruch, Druck und Umsetzungslücke – wohin steuert die Branche wirklich?

Die metering days 2025 haben erneut eindrucksvoll gezeigt: Der Rollout intelligenter Messsysteme (iMSys), der Steuerungsrollout und die Smartifizierung der Verteilnetze bewegen die ganze Branche. Es zeigt sich aber auch: währen einige Akteure schon beim Steuerungsrollout pionierhaft zeigen, dass Steuerbefehle über das iMSys und die Steuereinheiten umgesetzt werden können, hinken noch rund 200 grundzuständige Messstellenbetreiber beim iMSys-Rollout hinterher. 

Mit einem neuen Besucherrekord von 1.200 Teilnehmenden, 78 Sprecherinnen und Sprechern und einer bis ins letzte Eck gefüllten Ausstellung war die Stimmung zwischen Zuversicht, Druck und einem durchaus spürbaren „Jetzt wird es ernst“. Gemeinsam mit den Kollegen unserer Schwesterfirma metelligent (Zählermontage) waren wir natürlich auch vor Ort.  

Schon zum Auftakt stellte Wolfgang Weber (ZVEI) den Rahmen unmissverständlich: „Elektrifizierung ist kein ‘nice to have’, sondern Grundvoraussetzung der Energiewende.“ Die Netze müssen steuerbar, digital anschlussfähig und massenfähig automatisierbar werden. Doch während die politischen Signale auf Beschleunigung stehen, kämpft die Branche längst mit einem anderen, sehr praktischen Problem: Es fehlt zunehmend weniger an Erkenntnis – sondern an Durchführbarkeit. 

Regulatorischer Druck steigt – aber die Verantwortung ist noch nicht sauber verteilt

Während in Person von Dennis Laupichler durch das BSI kommuniziert wurde, dass bereits rund 2 Mio. iMSys installiert wurden, stellte Dr. Jan-Peter Sasse von der Bundesnetzagentur in Aussicht, dass für gMSB, die ihre Rolloutquote nicht erreichen, ab 2026 monatliche Zwangsgelder pro Messstelle verhängt werden können. 

Beatrix Brodkorb (BMWE) sprach über Fortschritte in Digitalisierung und Cybersicherheit – doch wich der entscheidenden Frage aus: Was hat die Aussage aus dem 10-Punkte-Plan zur Verantwortungsverlagerung in das regulierte Anlagevermögen des VNB zu bedeuten? Das blieb jedoch vage. Und genau das treibt die Branche um und lässt vor allem wettbewerbliche Messstellenbetreiber in unnötiger Unsicherheit zurück. 

Wie Jannik Schall (1Komma5°) eindrücklich schilderte: Zwei Drittel der Prozessschritte beim dynamischen Tarif hängen an VNB-Prozessen. Die Digitalisierung des Messwesens ist längst kein Technologieproblem mehr – sondern ein Infrastruktur- und Umsetzungsproblem. 

Parallel wiesen Stimmen wie Anke Hüneburg (ZVEI) und wettbewerbliche Messstellenbetreiber mit Nachdruck darauf hin: Ein Rückfall in Monopolstrukturen wäre nicht nur politisch falsch, sondern operativ schädlich für die Geschwindigkeit. 

HORIZONTE-Group mit Impuls zur Technischen Studie 2.0 im Innovationsforum

Am ersten Kongresstag war auch die HORIZONTE-Group auf der Bühne vertreten: 
Dr. Roland Olbrich, Partner bei der HG, referierte im Innovationsforum zu den Herausforderungen des Smart Grid in Deutschland und gab erste Einblicke in die Technische Studie 2.0. 

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Netzbetreiber und Messstellenbetreiber den Übergang von Pilot- zu Regelbetrieb schaffen können – und welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen durch die verschiedenen Stakeholder wie Getezgeberin, Gerätehersteller oder Software-Zulieferer nötig sind, um die nächste Ausbaustufe des Smart Grid umzusetzen. 

Steuerungsrollout: Zwischen Pragmatismus und Strukturbedarf

Eine besonders lebhafte Diskussion entwickelte sich am zweiten Kongresstag in der interaktiven Diskussionsrunde „Steuern im System“. Dort zeigte sich, dass die Branche in zwei Denkrichtungen gespalten ist: 

  • Pragmatische Pioniere fordern, den Steuerungsrollout mit ersten Umsetzungsprojekten zu beginnen – auch wenn die Backend-Systeme und kaufmännischen Prozesse noch nicht vollständig automatisiert sind. 
    Stichwort: „Jetzt anfangen, Erfahrungen sammeln, Prozesse später harmonisieren.“ 
  • Strukturorientierte Stimmen betonen, dass ein nachhaltiger Smart-Grid-Rollout nur gelingen kann, wenn die gesamte Ende-zu-Ende-Prozesskette – von der Anlagenanmeldung über das ERP-System über die Netzberechnung bis zum Durchleiten des Steuerbefehls an den Netzanschlusspunkt  – durchgängig funktioniert. 
    Ihr Argument: „Schnelles Handeln darf keine technische Schuldenfalle werden.“ 

Einigkeit herrschte jedoch im Zielbild: Der Steuerungsrollout muss kommen – und er braucht 100 % Automatisierungsperspektive. 
Man war sich auch bewusst, dass vor allem Bestandsanlagen nicht sofort EEBus-ready sind und analoge Steuereinheiten eine Übergangsrealität bleiben werden. 

Unser Fazit als HORIZONTE-Group

Die Diskussionen in Fulda verdeutlichten, wie stark technologische, organisatorische und regulatorische Fragen miteinander verwoben sind. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Hardware, sondern in der Orchestrierung von Prozessen, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten. 

Viele Vorträge machten auf der einen Seite klar, dass ERP-Systeme ein zentraler Flaschenhals bleiben. Der Appell aus der Praxis war deutlich: „Wir müssen ins Machen kommen – aber mit klaren Leitplanken.“ Und dazu gehören auch stabile Rahmenbedingungen – auch zu Verantwortlichkeiten der Marktrollen.  

Kurz gesagt: Der Steuerungsrollout bleibt ein Marathon und ein komplexes Transformationsprogramm – mit hoher Systemverantwortung und notwendiger Lernkurve für alle Beteiligten. 

Zum Abschluss noch ein großes Dankeschön an alle, die mit uns in Fulda diskutiert haben – und an das großartige Team am HG-Stand (hier u. A. mit Moderatorin Susanne Schöne).  

Collage Rückblick Metering Days 2025

 
Zwei Tage voller Energie, Austausch und spannender Gespräche – wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr! 

Ausblick: Erkenntnisse aus der Technischen Studie 2.0

Die Technische Studie 2.0 „So gelingt der Steuerungsrollout“ liefert genau darauf Antworten: 
Wie gelingt der Steuerungsrollout entlang eines umsetzbaren Stufenmodells? 
Welche Ebenen müssen in welcher Reihenfolge stabilisiert werden? 
Welche Rollen verändern sich wie real – nicht theoretisch? 

🔎 Hintergründe zur Studie: www.horizonte.group/studie2025 
🎟 Anmeldung zur Abschlussveranstaltung am 20. November 2025 in Berlin: 
zum Abschlussevent
Autor: Frank Hirschi


Steuerungsrollout: Warum Ausdauer jetzt wichtiger ist als Tempo

Steuerungsrollout: Warum Ausdauer jetzt wichtiger ist als Tempo


Die Technische Studie 2.0 – Smart Grid in Deutschland zeigt: Der Weg zum Massenrollout ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf – und braucht klare Etappen, Standards und Zusammenarbeit

Mit den jüngsten Energierechtsnovellen wird der Steuerungsrollout zur zentralen Aufgabe für Netz- und Messstellenbetreiber. Doch die Praxis zeigt: Die Umsetzung bleibt komplex.
Die Technische Studie 2.0 – Smart Grid in Deutschland der HORIZONTE-Group untersucht, wie der Übergang vom Pilot- in den Massenrollout gelingen kann – und warum ein Stufenmodell für die Steuerung entscheidend ist.
Unser Beitrag in der Oktober-Print-Ausgabe der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) analysiert die Herausforderungen und zeigt, wie Ausdauer, Struktur und Kooperation den Schlüssel zum Erfolg bilden.

ZfK-Beitrag als PDF lesen

Darüber hinaus hat die ZfK einen separaten Online-Beitrag veröffentlicht: Link

 

Mehr über die Technische Studie 2.0 erfahren
zum Abschlussevent

Autor: Frank Hirschi


Monitoringbericht zur Energiewende

Monitoringbericht zum Stand der Energiewende

Monitoringbericht zum Stand der Energiewende


Der richtige Einstieg in Künstliche Intelligenz beginnt mit klarem Denken

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) hat mit dem aktuellen Monitoringbericht zum Stand der Energiewende (Link) zentrale Fortschritte und Herausforderungen bilanziert. Die Botschaft: Digitalisierung und Flexibilisierung sind die systemischen Hebel, um Effizienzgewinne im Energiesystem zu heben. Digitale Zwillinge und intelligente Messsysteme sollen dabei helfen, Netze künftig nicht mehr allein an Spitzenlasten auszulegen, sondern Flexibilitäten gezielt einzubinden.

Flexibilität und Digitalisierung als Schlüssel
Der Bericht, hebt hervor: Netzbetreiber können von Flexibilisierung profitieren – wenn digitale Mess- und Steuerungstechnik konsequent eingesetzt wird. Damit hätten sie ein Eigeninteresse, den Rollout intelligenter Messsysteme (Smart Meter) aktiv voranzutreiben.

Politische Konsequenzen: Zuständigkeit bei den Netzbetreibern?
Der Monitoring-Bericht setzt ein deutliches Signal: Die Politik ist unzufrieden mit dem bisherigen Tempo des Smart-Meter-Rollouts und sucht nach Wegen, die Umsetzung zu beschleunigen.

Hintergrund ist, dass viele grundzuständige Messstellenbetreiber ihre Einbauziele bislang nicht erreicht haben.

Genau an diesem Punkt setzt das BMWE mit einem neuen Vorschlag im Zehn-Punkte-Plan zur Energiewende an: Die Verantwortung für den verpflichtenden Rollout soll bei den Verteilnetzbetreibern liegen – und damit in das regulierte Anlagevermögen wandern.

Was dieser Satz genau bedeutet, wird in der Branche heiß diskutiert. Wird die Rolle des grundzuständigen Messstellenbetreibers verändert? Werden wettbewerbliche Messstellenbetreiber beschnitten?

Das Ministerium begründet den Vorstoß damit, dass neue Anreize notwendig seien, um den Rollout zu beschleunigen und resilienter zu machen. Es bleibt erst einmal abzuwarten, was konkret aus diesem Punkt abgeleitet werden kann.

Kontroverse Stimmen aus der Branche

Die Diskussion zeigt jedoch, wie stark dieser Schritt polarisiert. Während einige Akteure in der Übertragung der Verantwortung an die VNB eine Chance für mehr Tempo sehen, befürchten andere ein weiteres Bürokratiemonster. In der Praxis sorgen diverse Schnittstellen und Zuständigkeitsfragen für Verzögerungen und Unsicherheit im Smart-Meter-Rollout und auch für den Steuerungsrollout. Die eigentliche Herausforderung liegt auch bei den starren Einbauquoten. Flexiblere Ansätze, wie der gezielte Rollout in besonders relevanten Netzbereichen, könnten für VNB und MSB vorteilhafter sein als eine Veränderung der Verantwortlichkeiten.

HORIZONTE-Perspektive: Probleme liegen an anderer Stelle

Unser HG-Kollege Frank Hirschi betonte in einem Beitrag der ZfK (Link):
„Die wesentlichen Hemmnisse des Rollouts liegen nicht in mangelndem Willen der Akteure, sondern in hoher Komplexität der Prozesse, IT-technischen Herausforderungen und Ressourcenengpässen.“ Die HORIZONTE-Group hat bereits in der Technischen Studie 1.0  gezeigt.

Hinzu kommt: Fortlaufende Gesetzesanpassungen sowie die jährlichen Formatanpassungen in der Marktkommunikation verschärfen die Lage, da sie immer wieder tiefgreifende Änderungen an IT-Systemen, Abrechnungslogiken und Datenmodellen erzwingen. Das verhindert eine saubere Stabilisierung der Prozesse, blockiert Automatisierung sowie den Hochlauf für Massenprozessfähigkeit und untergräbt auch Investitionssicherheiten.

Die Folge: Viele Marktakteure – ob Softwareanbieter, Messstellen- oder Netzbetreiber – geraten in eine Abwartehaltung, bevor sie ressourcenintensiv ihre Systeme und Prozesse weiterentwickeln. Betroffen ist nicht nur der Smart-Meter-Rollout, sondern ebenso der nun dringliche Steuerungsrollout. Dessen Herausforderungen analysiert die HORIZONTE-Group aktuell in der Technischen Studie 2.0 zum Status quo des Smart Grids in Deutschland. Ein erstes Zwischenergebnis: Ein erstes Arbeitsergebnis: Die für den Rollout von Steuereinheiten gesteckten gesetzlichen Ziele erscheinen nach heutigem Stand als unrealistisch für die anvisierten gesetzlichen Fristen.

Fazit: Vereinfachung statt Zuständigkeitswechsel

Die zentrale Frage lautet daher: Führt ein Zuständigkeitswechsel wirklich zu mehr Tempo? Oder braucht es vielmehr stabile Rahmenbedingungen, klare Standards und eine Reduzierung der Komplexität, um Investitionssicherheit zu schaffen?
Eines ist klar: Der Smart-Meter-Rollout bleibt ein entscheidender Flaschenhals für die Energiewende. Die Politik will Tempo machen – ob dies gelingt, hängt aber weniger von Zuständigkeiten als von der Praxistauglichkeit der Prozesse ab.

Mehr zur Technischen Studie 2.0: https://www.horizonte.group/technischestudie2_steuerungsrollout/

Autor: Frank Hirschi


HG-KIckstart – Ihr Einstieg in die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Energiewirtschaft

HG-KIckstart - Einstieg von KI in der Energiewirtschaft


Der richtige Einstieg in Künstliche Intelligenz beginnt mit klarem Denken

Wenn eine neue Technologie beginnt, nicht nur Prozesse zu verändern, sondern auch Denkweisen – dann ist es Zeit, innezuhalten und strategisch zu handeln.

Künstliche Intelligenz hat längst begonnen, die Energiewirtschaft neu zu formen. Die Frage ist nicht mehr, ob sie relevant ist, sondern wie Unternehmen sie wirksam, verantwortungsvoll und zukunftsfähig nutzen können.

Als Managementberatung mit tiefem Branchenverständnis begleiten wir diesen Wandel mit dem HG-KIckstart-Workshop – einem strukturierten, praxisnahen Einstieg in die Welt der KI, maßgeschneidert für Entscheiderinnen und Entscheider in der Energiewirtschaft.

Was Sie mit dem HG-KIckstart erreichen

1. Märkte verstehen – mit Substanz statt Schlagworten
Sie erhalten einen fundierten Überblick über die relevanten KI-Trends, Technologien und Anwendungsfelder in der Energiewirtschaft. Gemeinsam analysieren wir, was heute bereits messbaren Mehrwert bringt – und was noch Zukunftsmusik ist.

2. Kompetenz aufbauen – dort, wo sie zählt
Ihre Teams lernen, wie generative KI funktioniert und wie sie sinnvoll im Arbeitsalltag genutzt werden kann. Unsere Formate verbinden Grundlagenwissen mit praktischen Übungen – direkt an Ihren konkreten Herausforderungen.

3. Prozesse verbessern – mit greifbaren Use Cases
Wir identifizieren gemeinsam realistische, strategisch relevante Einsatzfelder in Ihrem Unternehmen. Wo spart KI Zeit? Wo ermöglicht sie bessere Entscheidungen? Wo entstehen ganz neue Lösungen? Sie erhalten konkrete Empfehlungen für die Umsetzung.

4. Regulierung durchblicken – für einen sicheren Weg
Wir bringen Klarheit in die regulatorische Landschaft rund um KI: Vom EU AI Act über die DSGVO bis zu branchenspezifischen Anforderungen. Damit Sie Ihre KI-Vorhaben rechtssicher und zukunftsorientiert gestalten können.

Das Format – flexibel und individuell

  • Workshop-Formate: Halb- oder ganztägig, online oder vor Ort

  • Teilnehmendenzahl: Offen – für Einzelteams oder bereichsübergreifende Gruppen

  • Inhalte: Modular anpassbar an Ihre Fragestellungen und Ziele

  • Terminvereinbarung: Nach individueller Abstimmung

Für Vordenkende in der Energiewirtschaft

Der HG-KIckstart richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die nicht einfach mitmachen, sondern mitgestalten wollen – auf Basis von Wissen, Reflexion und unternehmerischer Verantwortung.

Technologische Reife beginnt mit einer klaren Frage: Welche Rolle soll KI in Ihrem Unternehmen spielen – heute, morgen und im Kontext Ihrer Werte?

Lassen Sie uns gemeinsam die Antwort entwickeln.

In einem kostenlosen Erstgespräch analysieren wir gemeinsam Ihre aktuelle Service-Situation, decken zentrale Hebel zur Optimierung auf und entwickeln erste Handlungsansätze – individuell, kompakt und unverbindlich.

Unseren Produkt-Flyer als PDF lesen

Kontaktieren Sie uns jetzt für ein unverbindliches Erstgespräch:

Autor: Nikola-Jonathan Lißner


HORIZONTE-Group GmbH (HGD) komplettiert Geschäftsführung: Dennis Niederhagen seit 1. Juli 2025 Geschäftsführer

Die HG stellt sich strategisch für die kommenden Herausforderungen der Energiewende auf!


Pressemitteilung

HORIZONTE-Group GmbH (HGD) komplettiert Geschäftsführung: Dennis Niederhagen seit 1. Juli 2025 Geschäftsführer

HGD, Juli 2025 – Die HORIZONTE-Group GmbH gibt die vollständige Besetzung ihrer Geschäftsführung bekannt: Mit Wirkung zum 1. Juli 2025 wurde Dennis Niederhagen in die Geschäftsführung berufen. Gemeinsam mit Andreas Pöhner, der bereits seit 1. Januar 2025 Geschäftsführer ist, komplettiert Niederhagen nun das Management-Team der HORIZONTE-Group GmbH.

Bereits seit Anfang 2025 hatte Dennis Niederhagen als Senior Vice President eine zentrale Rolle im Management übernommen. Mit seiner Berufung in die Geschäftsführung übernimmt er nun als CEO die strategische Gesamtverantwortung und komplettiert damit das Führungsteam des Unternehmens.

Andreas Pöhner

Andreas Pöhner – COO und Geschäftsführer
Andreas Pöhner verstärkt die Geschäftsführung mit über 15 Jahren Erfahrung in der Beratung der Energiewirtschaft. Sein Fokus liegt auf IT, Plattformgeschäft sowie ESG und Nachhaltigkeit. Mit seinem fundierten Wissen und seiner Branchenkenntnis wird er die operative Exzellenz und Innovationsfähigkeit der HORIZONTE-Group GmbH weiter stärken.

„Die Digitalisierung und Nachhaltigkeit der Energiewirtschaft sind zentrale Hebel für die Transformation. Ich freue mich darauf, diesen Wandel mitzugestalten und praxisnahe Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln“, erklärt Andreas Pöhner.

 

 

Foto_Dennis-Niederhagen_HG

Dennis Niederhagen – CEO und Geschäftsführer
Mit mehr als 24 Jahren Führungserfahrung in Energie, Banking und Geschäftsmodellinnovation bringt Dennis Niederhagen umfassende Expertise in die Geschäftsführung ein. Seine Kompetenzen reichen von Corporate & Investment Banking, Energiemärkten, Vertrieb, Sales-Trading und Origination bis hin zu Technologie, digitalen Geschäftsmodellen und Innovation. Damit ist er prädestiniert, die strategische Weiterentwicklung der HORIZONTE-Group GmbH maßgeblich voranzutreiben.

„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit unserem engagierten Team neue Wege zu gehen und die Energiewende einfach zu machen“, so Dennis Niederhagen.

Mit der nun vollständigen Geschäftsführung setzt die HORIZONTE-Group GmbH auf zukunftsweisende Strategien, um ihre Kunden bei der Transformation ihrer Geschäftsmodelle zu unterstützen und die Herausforderungen der Energiewende erfolgreich zu meistern.

 


Interne Smart-Grid-Schulung: HORIZONTE-Group macht Teams fit für §14a EnWG und die Energiezukunft

Interne Schulung zum Thema Smart Grid: Fit für die Anforderungen von morgen


Die Energiewende nimmt Fahrt auf – und wir sind mittendrin! Um unser Team gezielt auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten, haben wir bei der HORIZONTE-Group Technik GmbH eine interne Schulung zum Thema Smart Grid organisiert.

Gemeinsam mit Kolleg:innen der HORIZONTE-Group AG und der HORIZONTE-Group Technik GmbH stand ein zukunftsweisendes Thema im Fokus: die technischen und organisatorischen Anforderungen durch den §14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG).

Praxisnahes Wissen im eigenen Haus

Ein besonderes Highlight: Die Schulung wurde von unseren eigenen Fachkräften durchgeführt – mit einem starken Fokus auf Praxisbezug, Anwendungsnähe und interaktive Vermittlung.

Zunächst wurden die Grundlagen und Hintergründe des §14a EnWG vorgestellt: Warum ist Lastmanagement so wichtig? Welche Auswirkungen hat das auf Endkund:innen? Und welche Rolle spielen wir als Elektrofachunternehmen dabei?

Darauf aufbauend ging es an die Technik:

  • Welche technischen Anforderungen ergeben sich konkret aus dem Gesetz?
  • Wie können Steuersignale umgesetzt und in bestehende Systeme integriert werden?
  • Welche Vorteile ergeben sich daraus – für Netzbetreiber, Fachbetriebe und Endkund:innen?

 

Demonstration am koala²-System

Ein echtes Highlight der Schulung war die Live-Demonstration an unserer hauseigenen Tesstrecke:

Hier wurden Steuersignale aus einer Steuerbox an unser Koala²-System übermittelt. Dieses verarbeitete die Signale in Echtzeit – ein beeindruckender Einblick in die Technik, die künftig eine zentrale Rolle bei der Netzstabilisierung spielen wird.

 

Lernen durch Machen

Im letzten Teil der Schulung wurde es interaktiv: Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, das Gelernte direkt in die Praxis zu übertragen. In einem Modell sollten sie eigenständig eine Verteilung „verdrahten“ – eine Aufgabe, die nicht nur das technische Verständnis vertiefte, sondern auch den Teamgeist förderte.

Fazit: Wissen teilen, Zukunft gestalten

Die Schulung war ein voller Erfolg – nicht nur wegen des vermittelten Fachwissens, sondern auch, weil sie den Grundstein für ein gemeinsames Verständnis gelegt hat:

Die Energiewende gelingt nur, wenn wir sie aktiv mitgestalten.

Mit dem erworbenen Wissen und dem gestärkten Teamgeist sind wir als HORIZONTE-Group bestens gerüstet für die nächsten Schritte in Richtung intelligenter, nachhaltiger Energieversorgung.

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie Sie die Vorgaben des §14a EnWG praxisnah und zukunftssicher in Ihre Prozesse integrieren können – sprechen Sie uns unverbindlich an:

Autoren: Julia Eberharter