Warum BPO mehr leisten muss als Skalierung zum besten Preis

Die BPO-Branche steht am Wendepunkt – und wir wissen, wohin die Reise geht


Die BPO-Branche steht an einem Wendepunkt. Jahrelang war das Geschäft geprägt von einer einfachen Logik: Wer am günstigsten skaliert, gewinnt. Diese Zeit geht zu Ende. Auftraggeber im DACH-Markt fordern heute mehr – sie fordern messbare Qualität, eine spürbar bessere Customer Experience, technologische Reife und Partner, die strategisch mitdenken. Wer auf diese Anforderungen nur mit Preisrhetorik antwortet, wird in den nächsten Jahren systematisch verlieren.

Die Zukunft gehört denen, die Qualität, Menschen und Technologie wirklich zusammenbringen – nicht als Marketingbotschaft, sondern als operatives Modell. Wir haben uns bewusst für diesen Weg entschieden. Und wir wissen, warum. Im Folgenden möchten wir vier Thesen teilen, die unser Verständnis von erfolgreichem BPO und exzellentem Customer Experience Management prägen – und die zugleich erklären, warum wir uns dort positionieren, wo wir heute stehen.

These 1: Qualität ist messbar – oder sie ist nicht da.

Wir glauben nicht an weiche Qualitätsversprechen. In einer Branche, in der jeder Anbieter behauptet, „qualitativ hochwertig“ zu arbeiten, verliert das Wort seine Bedeutung. Für uns zeigt sich Servicequalität ausschließlich in harten Kennzahlen: in starken FCR-Werten (First Contact Resolution), in einem stabilen und positiven NPS (Net Promoter Score), in operativer Exzellenz und in der Fähigkeit, sich im direkten Vergleich gegen den Wettbewerb durchzusetzen.

In zahlreichen Projekten haben wir uns regelmäßig auf Bench 1 und im oberen Benchmark-Bereich positioniert – nicht in Einzelfällen, sondern dauerhaft. Diese Position ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis konsequenter Standards, einer durchdachten Qualitätssicherungsarchitektur, klarer Eskalationswege und einer Führungskultur, die Qualitätsabweichungen nicht verwaltet, sondern aktiv beseitigt. Unsere ISO-27001- und ISO-9001-Zertifizierungen sind dabei nicht das Ziel, sondern lediglich die Grundlinie. Sie schaffen den Rahmen – die eigentliche Qualität entsteht in der täglichen operativen Arbeit.

These 2: Wer nicht in Menschen investiert, verliert die Customer Experience.

In einer Branche, in der Personal oft als reiner Kostenfaktor betrachtet wird, gehen wir bewusst den anderen Weg. Wir investieren gezielt in das Potenzial junger Talente, fördern Verantwortung, schaffen klare Entwicklungsperspektiven und bauen Strukturen, die nachhaltige Leistung erst möglich machen. Unsere Organisation ist konsequent darauf ausgerichtet: vom Kundenberater über den Coach und die Qualitätssicherung bis hin zu Teamleitung und Projektleitung führt ein klar definierter Entwicklungsweg, der Engagement belohnt und Eigenverantwortung fördert.

Hinzu kommt unser Standortvorteil: Kosovo bietet eine außergewöhnlich junge, gut ausgebildete und mehrsprachig aufgestellte Talentbasis, die sich sprachlich und kulturell nahtlos in den DACH-Markt integriert. Diese Kombination aus Nearshore-Effizienz und kultureller Nähe ist nicht selbstverständlich – und sie ist einer der wichtigsten Gründe, warum unsere Teams die Customer Experience auf einem Niveau gestalten können, das in vielen klassischen Onshore-Modellen wirtschaftlich kaum noch darstellbar wäre. Denn am Ende gilt: Jede Customer Experience ist nur so gut wie der Mensch, der sie gestaltet.

These 3: AI ohne Menschen ist Effizienz ohne Wirkung.

Künstliche Intelligenz ist für uns kein Zukunftsthema, sondern bereits heute ein strategischer Hebel. Wir setzen AI gezielt dort ein, wo sie tatsächlich Wert schafft: in der intelligenten Prozesssteuerung, in der Effizienzsteigerung, in der automatisierten Qualitätsabsicherung, in der Echtzeit-Unterstützung unserer Kundenberater und in der kontinuierlichen Verbesserung des Kundenerlebnisses. AI hilft uns, Muster zu erkennen, Risiken früh zu identifizieren und Entscheidungen auf eine breitere Datenbasis zu stellen.

Aber Technologie um ihrer selbst willen schafft keinen Mehrwert. Wir haben in den letzten Jahren beobachtet, wie viele Unternehmen in AI-Projekte investiert haben, die im operativen Alltag verpufft sind – weil sie an den Menschen vorbeientwickelt wurden, weil sie Prozesse abgebildet haben, die ohnehin schlecht waren, oder weil sie Effizienz erzeugt haben, ohne Wirkung zu erzielen. Unser Verständnis ist anders: AI ist dann wertvoll, wenn sie Menschen stärkt und operative Exzellenz unterstützt. Sie ersetzt nicht den persönlichen Kontakt, sondern macht ihn präziser, schneller und individueller. Alles andere ist Aktionismus.

These 4: Partnerschaft schlägt Lieferantenmentalität.

Erfolgreiche BPO-Services entstehen nicht in klassischen Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehungen, sondern in echten Partnerschaften. Wer einen BPO-Dienstleister wie einen Lieferanten behandelt, bekommt Lieferantenleistung. Wer ihn als strategischen Partner versteht, bekommt strategische Wirkung.

Wir verstehen uns als Mitgestalter der Customer Journey unserer Auftraggeber – nicht als austauschbarer Dienstleister, der Tickets abarbeitet. Das bedeutet konkret: Wir bringen uns in Prozesse ein, hinterfragen gemeinsam mit unseren Kunden, was sinnvoll ist, schlagen Optimierungen vor und übernehmen Verantwortung über die reine Leistungserbringung hinaus. Diese Haltung ist die eigentliche Grundlage dafür, dass wir uns dauerhaft im oberen Benchmark-Bereich behaupten können – denn echte Spitzenleistung entsteht nur dort, wo beide Seiten am gleichen Ergebnis arbeiten.

These 5: Strategie schlägt Aktionismus.

Viele BPO-Anbieter reagieren – auf Marktveränderungen, auf neue Technologien, auf Kundenanforderungen. Wir agieren. Unsere Entwicklung der letzten Jahre folgt einer klaren strategischen Linie: messbare Qualitätsführerschaft im DACH-Markt, gezielte Investitionen in Menschen und Strukturen, frühzeitige Integration von AI in unsere Kernprozesse und konsequente Weiterentwicklung unserer Compliance-Standards – von ISO 27001 und ISO 9001 bis hin zu PCI DSS. Diese strategische Klarheit ist kein Zufallsprodukt, sondern eine bewusste Entscheidung der Unternehmensführung, die sich in jedem operativen Detail widerspiegelt.

Was das für unsere Auftraggeber bedeutet

Wer heute mit uns zusammenarbeitet, arbeitet mit einem Partner, der Qualität messbar macht, in Menschen investiert, Technologie sinnvoll einsetzt und strategisch denkt. Wir liefern keine Standardleistung mit Hochglanz-Beipackzettel, sondern operative Spitzenleistung mit klarer Verantwortung. Unsere Auftraggeber profitieren nicht nur von starken Kennzahlen, sondern von einer Zusammenarbeit, die sich auch dann bewährt, wenn es schwierig wird – bei Volumenspitzen, bei sensiblen Eskalationen, bei strategischen Veränderungen.

Ausblick: Die Zukunft gehört denen, die verbinden

Die Zukunft erfolgreicher BPO-Services und exzellenten Customer Experience Managements liegt nicht in einzelnen Stellschrauben. Sie liegt in der intelligenten Verbindung von Qualität, Menschen, Technologie und klarer strategischer Führung. Anbieter, die nur auf einer dieser Dimensionen stark sind, werden im Wettbewerb nicht bestehen. Anbieter, die alle vier konsequent zusammenführen, werden den Markt prägen.
Wir sind bereit für diese Zukunft – weil wir sie längst begonnen haben. Und wir laden unsere Auftraggeber, Partner und Kollegen ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen.

 

Autor: Artan Bajrami


Smart Metering: Zwischen Rollout, Steuerung und neuen Geschäftsmodellen

Interview mit ZVEI-Services


Intelligente Messsysteme gelten als zentraler Baustein der Energiewende – doch zwischen regulatorischen Vorgaben, technischer Umsetzung und wirtschaftlicher Nutzung liegen in der Praxis weiterhin große Herausforderungen.

Im Interview mit dem ZVEI-Services ordnet unser HG-Experte Frank Hirschi ein, wo der Smart-Meter-Rollout aktuell wirklich steht, warum der Steuerungsrollout zur nächsten großen Bewährungsprobe wird und welche wirtschaftlichen Potenziale durch Smart Metering überhaupt entstehen.

Im Fokus stehen dabei unter anderem:

  • die operativen Hürden bei §14a EnWG und dem Steuerungsrollout
  • Herausforderungen in Prozessen, IT- und ERP-Landschaften
  • die Rolle intelligenter Messsysteme für dynamische Tarife und Flexibilitätsmärkte
  • wirtschaftliche Perspektiven für Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Vertrieb
  • sowie die Frage, wie Smart Metering vom regulatorischen Pflichtprogramm zum operativen Rückgrat des Smart Grids werden kann.

Besonders spannend: Der wirtschaftliche Mehrwert entsteht künftig nicht mehr primär durch den Zähler selbst – sondern durch die intelligente Nutzung von Daten, Flexibilität und Steuerbarkeit im Energiesystem.

👉 Das vollständige Interview bei ZVEI-Services lesen:
https://zvei-services.de/smart-metering-im-praxistest-prozesse-geschaeftsmodelle-und-perspektiven/


MSB-Lieferkette

Die MSB-Lieferkette wird zum neuen Standard im Smart-Meter-Rollout


Der Smart-Meter-Rollout kommt gerade an einen Punkt, an dem sich entscheidet, ob Skalierung wirklich funktioniert – oder im Tagesgeschäft hängen bleibt.

  • 14a EnWG, §9 EEG und die steigenden Einbauzahlen sorgen dafür, dass eine gezielte Anpassung bestehender Prozesse im Messstellenbetrieb erforderlich ist. Eine steigende Zahl paralleler Installationen, der zunehmende Einsatz von Monteuren, verteilte Lagerstrukturen – all das ist längst Realität.
    Was dabei oft unterschätzt wird: Nicht die Technik wird zur Herausforderung, sondern die Organisation der Liefer- und Prozesskette.
    Genau an diesem Punkt setzt die MSB-Lieferkette an – und wird zum entscheidenden Faktor im Rollout.

Ausgangslage: Herstellerlogik trifft auf MSB-Realität

Bisher war die SiLke (Sichere Lieferkette) stark herstellergetrieben.
Jeder Hersteller beschreibt im Rahmen seiner Zertifizierung, wie Geräte vom Werk bis zur Übergabe behandelt werden müssen.

In der Praxis heißt das:

  • unterschiedliche Verpackungs- und Siegelkonzepte
  • unterschiedliche Prozesse für Transport und Zwischenlagerung
  • unterschiedliche Anforderungen an Dokumentation und Nachweisführung

Solange man mit einem Hersteller arbeitet, ist das beherrschbar.

Sobald mehrere Hersteller im Spiel sind, wird es operativ komplexer:

  • Prozesse im Lager unterscheiden sich je nach Gerätetyp
  • Monteure müssen unterschiedliche Vorgaben einhalten
  • IT-seitig entstehen Medienbrüche bei Dokumentation und Tracking

Was sich mit der MSB-Lieferkette ändert

Mit dem BSI-Anforderungskatalog zur MSB-Lieferkette verschiebt sich die Verantwortung.

Nicht mehr der Hersteller definiert die Lieferkette–
der Messstellenbetreiber darf sie selbst aufbauen.

Konkret heißt das:

  • ein einheitlicher Prozess für Lagerung, Transport und Montage
  • ein konsistentes Sicherheitsniveau – unabhängig vom Hersteller
  • Nachweisfähigkeit über die gesamte Kette hinweg

Das Ziel ist klar:
Den bestehenden oder mehrere Hersteller integrieren, ohne die eigene operative Komplexität zu erhöhen – idealerweise bei gleichzeitiger Vereinfachung.

Warum MSB aktuell noch zögern

Die MSB-Lieferkette bedeutet Aufwand.

  • Prozesse könnten angepasst werden
  • Rollen und Verantwortlichkeiten müssen klar gezogen werden
  • Schulungen sind notwendig
  • Bestehende Systeme müssen erweitert oder ersetzt werden

Der eigentliche Punkt ist aber ein anderer:

Die Anforderungen sind bewusst offen formuliert.
Jeder MSB kann sie nach den eigenen Präferenzen formulieren und in ein funktionierendes Zielbild übersetzen.

Was in der Praxis funktioniert – Wie wir Messstellenbetreiber bei der Umstellung unterstützen

Was sich in Projekten abzeichnet:

Funktionierende Ansätze starten nicht beim Dokument, sondern im Prozess.

  • Erstellung des Sicherheitskonzepts für die MSB-Lieferkette mit Aufnahme der Ist-Prozesse entlang der realen Lieferkette
  • Definition eines Zielprozesses, der mit bestehenden Strukturen kompatibel ist
  • Klare Festlegung von Übergabepunkten und Verantwortlichkeiten
  • Entwicklung von Schulungsunterlagen und Durchführung von Schulungen
  • Befähigung von Monteuren, Lageristen und operativen Einheiten

Sie haben Interesse an der Umsetzung der MSB-Lieferkette für Ihre Prozesse? Sprechen Sie uns an.

Autor: Kwaku Boateng


Innovation‑as‑a‑Service (IaaS)

Innovation, die ankommt - nicht nur im Pilot.


Wie Netzbetreiber und Stadtwerke mit „Innovation‑as‑a‑Service“ vom Scouting zur Wirkung im Betrieb gelangen.

Die Energiewende beschleunigt derzeit gleichzeitig in fünf Dimensionen: Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung, Demokratisierung und Deregulierung. Jede dieser Veränderungen erhöht den Druck auf Netzbetreiber und Stadtwerke. Zusammen erzeugen sie eine Dynamik, die traditionelle Organisations‑, Einkaufs‑ und Entscheidungsmodelle sichtbar überlastet.

Viele Unternehmen reagieren mit Pilotprojekten und Proof‑of‑Concepts. Dabei erleben sie jedoch immer wieder das gleiche Muster: gute Ideen, aber kein Weg in den Regelbetrieb. Dieses Pilot‑Paradoxon kostet Zeit, Ressourcen und oftmals den entscheidenden Vorsprung. Einkaufs­prozesse bremsen, Ad‑hoc‑Scouting überfordert kleine Teams, Verantwortlichkeiten bleiben unklar. Das Ergebnis: Innovation findet statt, aber sie landet nicht im Betrieb, wo sie wirken soll.

Innovation‑as‑a‑Service (IaaS) der Horizonte Group setzt genau an diesem Punkt an. Wir übernehmen im Mandat das komplette End‑to‑End‑Innovationsmanagement. Von der Identifikation relevanter Lösungen über die strukturierte Bewertung bis hin zur Überführung in Prozesse, IT und Betrieb. Was das Modell besonders macht, ist sein Kohorten‑Ansatz: Mehrere Unternehmen arbeiten parallel an vergleichbaren Herausforderungen, bündeln Ressourcen, teilen Erkenntnisse und erhöhen so ihre Geschwindigkeit und Trefferquote. Dadurch wird Innovation planbar, effizienter und deutlich wirkungsorientierter als jede Einzelinitiative.

Im Alltag von Netz‑ und Stadtwerksorganisationen stößt Innovation oft auf natürliche Grenzen. Die Linien‑Teams sind knapp besetzt, Zeit für Due Diligence fehlt, der Zugang zu europäischen Innovations‑Ökosystemen ist begrenzt. Und selbst wenn ein Pilot gelingt, fehlt häufig ein klarer Umsetzungspfad, inklusive Budget, Struktur und Priorität. Genau hier schafft IaaS einen geordneten Lösungsraum für Produkt‑, Prozess‑ und Geschäftsmodellinnovation. Mit einem objektiven Auswahlverfahren, unterstützt durch die HG‑Scorecard, werden Lösungen vergleichbar, priorisierbar und entscheidungsreif.

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Der Ablauf folgt drei klaren Schritten, die jede Initiative wiederholbar machen. Erstens identifizieren wir die relevanten Innovationsfelder des Unternehmens: Was ist strategisch wichtig? Wo entsteht operative Wirkung? Welche regulatorischen und kaufmännischen Anforderungen bestimmen den Rahmen? Diese strukturierte Einordnung verhindert Umwege, Dopplungen und spätere Implementierungsblockaden. Zweitens folgt das Scouting: breit, international, technologieoffen. Start‑ups, OEMs, Scale‑ups, Forschungseinrichtungen. Wir kuratieren den Markt entlang klarer Kriterien und führen Lösungen bis zur Bewertungsreife. Drittens verdichten wir die Ergebnisse in vierteljährlichen Innovationsberichten, die Fortschritte transparent machen, Entscheidungen vorbereiten und den nächsten Schritt strukturieren. Auf Wunsch begleiten wir auch Piloten, MVP‑Entwicklung, Integrationstests und die Überführung in den Regelbetrieb, entlang eines mess‑ und lernorientierten Zyklus.

Warum das wirkt, zeigt sich in der Praxis: IaaS verkürzt die Zeit von der Idee bis zur Wertschöpfung, reduziert Risiken durch wiederholbare Bausteine und bringt alle relevanten Entscheider effizient an einen Tisch. Das Kohorten‑Modell senkt Scouting‑Kosten deutlich, erschließt Zugang zu europäischen Innovations‑Ökosystemen und etabliert erstmals einen standardisierten Prozess zwischen Energieunternehmen und Innovatoren – von der Marktsondierung bis zur Implementierung.

Der Status quo zeigt: Etablierte Unternehmen brauchen externe Innovation, haben aber oft keine Kapazitäten für systematische Marktsondierung, keinen Zugang zu relevanten Partnern und keine Struktur, um Innovation in laufende Organisationen einzubetten. Innovatoren wiederum verfügen über Technologien, jedoch häufig nicht über Marktzugang, Kundenfeedback oder Co‑Creation‑Partner. IaaS verbindet beide Seiten. Strukturiert, transparent und wiederholbar.

Innovation ist kein Glücksspiel. Sie ist ein Rhythmus aus guter Frage, klarem Filter und konsequenter Umsetzung.
Wer Neugier mit Struktur paart, gewinnt Tempo und Wirkung.

Werden Sie Teil der Innovations‑Gemeinschaft.
Wenn Sie wissen möchten, wie IaaS Ihre Prioritäten adressiert oder innerhalb der Kohorte wirksam werden kann, sprechen Sie uns gerne an: 
Mathias.Ihrig@HORIZONTE.group

Autor: Mathias Ihrig


Warum sich die Energiewende wie ein Dauerlauf im Nebel anfühlt und wie wir den Rhythmus finden

Change-Management richtig machen


Einleitung: Das „Alles-Gleichzeitig-Problem“

Kennen Sie das Gefühl? In der Energiewirtschaft jagt derzeit eine Transformation die nächste. Kaum ist ein Prozess digitalisiert, ändert sich der regulatorische Rahmen. Während wir noch über Smart-Meter-Rollouts diskutieren, klopft bereits die aktive Netzsteuerung an die Tür. Es ist ein Zustand, den Führungskräfte zunehmend als chaotisch, unkontrollierbar und entmutigend beschreiben.

Wir befinden uns in einer Ära des „unregierbaren Wandels“ (ungovernable change). Herkömmliche Management-Visionen, die ein strahlendes Ziel am Horizont ausmalen, greifen nicht mehr, weil sich die Parameter während der Reise ständig verschieben. Die nackten Zahlen sind ein Alarmsignal für die Führungskultur: Laut Gartner-Studien von 2025 vertrauen 79 % der Mitarbeiter der Fähigkeit ihrer Organisation nicht mehr, Wandel effektiv zu gestalten. Es ist keine mangelnde Inklusion, sondern eine tiefgreifende Vertrauenskrise in die Kompetenz der Entscheider.

Die aktuelle Situation lässt sich mit einer Hausrenovierung vergleichen. Man deckt gleichzeitig das Dach ab, tauscht die Heizung und schmeißt trotzdem, während die Handwerker im Schlamm stehen, eine 50-köpfige Party im Wohnzimmer. Niemand weiß genau, wo er zuerst anpacken soll, und die Gäste erwarten dennoch perfekten Service.

Takeaway 1: Wandel ist kein Ziel, sondern der neue Betriebszustand

Wir müssen uns von der gefährlichen Illusion verabschieden, dass Wandel ein abgeschlossenes Projekt mit einem „Danach“ ist. Das Warten auf den Normalzustand ist eine Sackgasse. Da Veränderungen heute gestapelt und kontinuierlich auftreten, gibt es schlicht keinen biologischen oder organisationalen „Reset-Zeitraum“ mehr. Transformation ist kein Sprint zum Ziel, sondern die neue Routine.

In der Praxis der Netzbetreiber wird dies durch § 14a EnWG und § 9 EEG greifbar. Bisher war das Credo der Netzausbau, man hat einfach „breitere Straßen“ gebaut. Heute müssen wir den Verkehr intelligent per Ampelschaltung steuern, also aktive Netzführung betreiben, während die Autos bereits mit voller Geschwindigkeit rollen. Wir reparieren das System am offenen Herzen.

Warum sich der Wandel heute so unregierbar anfühlt, liegt an der Konvergenz dieser vier Faktoren.

Die vier Faktoren des unregierbaren Wandels (Gartner):

Gestapelt (Stacked): Veränderungen passieren nicht nacheinander, sondern liegen übereinander.
Interdependent: Maßnahmen sind eng verzahnt. Scheitert eine technische Integration, wackelt das ganze System.
Kontinuierlich: Es gibt kein klares Start- oder Enddatum mehr.
Extern getrieben: Impulse kommen unvorhersehbar von außen, etwa durch Politik, Technologie oder Wirtschaftslage.

Takeaway 2: „Change-Reflexe“ statt Begeisterungsstürme

Oft versuchen Führungskräfte, Wandel durch kurzfristigen „Change-Enthusiasmus“ zu befeuern. Doch in einer Welt des kontinuierlichen Wandels ist Begeisterung ein flüchtiges Gut. Erfolgreiche Leader werben nicht mehr nur mit den „Benefits“ der Zukunft, denen skeptische Mitarbeiter ohnehin kaum noch glauben. Sie kommunizieren die Risiken der Untätigkeit, um echte Dringlichkeit zu erzeugen.

Ziel ist es, „Change-Reflexe“ zu trainieren, also Fähigkeiten, die so tief verankert sind, dass sie intuitiv abgerufen werden. Es ist wie beim Autofahren. Man denkt nicht mehr über den Gangwechsel nach, sondern reagiert instinktiv auf Hindernisse.

Die sechs Kern-Reflexe für die moderne Energiewelt:

  • Offenheit für neue Erfahrungen.
  • Effektives Zeitmanagement unter wechselnden Prioritäten.
  • Tiefes Kontextverständnis für das regulatorische Umfeld.
  • Sicherer Umgang mit neuer Technologie.
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit wechselnden Partnern.
  • Fähigkeit zur Emotionsregulation, also Sicherheit trotz Unsicherheit.

Takeaway 3: Die Macht der kleinen, gezielten Verhaltensänderung (Das 4T-Modell)

Große Transformationen scheitern oft an winzigen, täglichen Entscheidungen. Um kulturellen Wandel greifbar zu machen, nutzen wir das 4T-Modell.

Fazit: Gemeinsam das Lagebild schärfen

Die Energiewende ist eine Reise ohne festes Ziel. Wir werden den Nebel nicht auflösen können, aber wir können lernen, uns darin sicher zu bewegen. Das gelingt durch technische Präzision im Netz und durch trainierte Reflexe in unseren Teams.

Machen Sie mit: Schärfen wir gemeinsam das Lagebild.

Wir laden Sie herzlich ein, an unserer Change-Umfrage teilzunehmen und uns zu helfen zu verstehen, welche Themen die Branche aktuell wirklich bewegen.

Dauer: Weniger als 2 Minuten.
Ihr Benefit: Sie erhalten einen exklusiven Branchen-Report und Benchmark-Daten.
Bonus: Als Dankeschön erhalten Sie 10 % Rabatt auf unser PMO-Training.


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Sind wir bereit, den Wandel nicht mehr als Störung, sondern als unsere wichtigste Kernkompetenz zu begreifen?

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info-HGD@horizonte.group

Quellen:

Velnoskey, K., Laman, I., & Valencia, C. (2026, 15. Januar). Why Keeping Up with Change Feels Harder Than Ever. Harvard Business Review.,

Elfer, J., Chilazi, S., & Chang, E. (2026, 19. Januar). To Change Company Culture, Start with One High-Impact Behavior. Harvard Business Review.

Gartner. (2025). Global Leader Survey (March 2025) & Global Employee Survey (April 2025). (Zitiert in Velnoskey et al., 2026).

Autor:  Cedric Walker


Strategie, die trägt: Vom Zielbild zur verlässlichen Umsetzung 

Strategie, die trägt: vom Zielbild zur Umsetzung


Strategie, die trägt: Vom Zielbild zur verlässlichen Umsetzung 

Die Energiewirtschaft steht unter Hochdruck: volatile Märkte, dichte Regulatorik, begrenztes Kapital, und gleichzeitig laufen mehr Projekte denn je. In diesem Umfeld scheitern Strategien selten am Anspruch, sondern meist an drei wiederkehrenden Lücken: 

  • unvollständige Diagnose (Symptome statt Ursachen) 
  • fehlende Übersetzung in messbare Jahresziele 
  • mangelnde Umsetzungstakt mit klaren Verantwortlichkeiten 

Wer hier nicht sauber ansetzt, riskiert strategischen Drift, Budgetstreuung und verpasste Chancen. Genau hier setzt das HG-Strategieprogramm der HORIZONTE-Group an. Es macht Strategie zur Steuerungslogik des Geschäfts – nicht zur Präsentation. Der Ansatz ist bewusst einfach und zugleich tief in der Praxis verankert: Inventur → Operationalisierung → Implementierung. Ziel ist es: 

  • Klarheit zu schaffen 
  • Steuerbarkeit herzustellen  
  • Wirkung im Takt zu sichern – nachvollziehbar, messbar und wirksam in der Linie 

Unser Ansatz basiert auf jahrzehntelanger Beratungserfahrung unserer Geschäftsführung in der Energiebranche. 

Phase 1: Strategie-Inventur (2-4 Monate) 

Wir verbinden quantitative und qualitative Analysen, verdichten die Befunde zu strategischen Zielen und dokumentieren die Hebel für die spätere Operationalisierung. Typischerweise entstehen daraus fünf strategische Ziele mit mehrjährigem Horizont – präzise genug für die Führung, offen genug für Handlungsoptionen. 
Das Ergebnis: ein gemeinsames Verständnis von Engpässen, Prioritäten und Erfolgsbedingungen. 

Phase 2: Operationalisierung (3-6 Monate) 

Strategische Ziele werden in operative Jahresziele übersetzt mit klaren KPIs, Verantwortlichkeiten und Maßnahmen. Herzstück ist die 1-3-5-Logik: je strategischem Ziel drei operative Jahresziele und je operativem Ziel fünf Maßnahmen pro Quartal 

Alles fließt in einen Zielemonitor, der Transparenz schafft und vorausschauende Steuerung ermöglicht. So wird Priorisierung konkret, Nachhalten einfacher und Abweichungen werden früh sichtbar. 

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Phase 3: Implementierung (1-2 Jahre) 

Wirkung entsteht im Rhythmus. Quartalsweise Führungskräfteklausuren sichern Rückblick, Ausblick und Mitigation unabhängig davon, welche Projekte gerade laufen. Verantwortlichkeiten werden schrittweise in die Linie überführt, die Cadence bleibt. 

So begleitet das Programm, befähigt und macht sich perspektivisch selbst überflüssig, weil Prozesse und Routinen dauerhaft beim Kunden verankert werden. 

Warum diese Logik? 

Gerade für Netzbetreiber und Stadtwerke ist diese Stringenz mehr als Methodik – sie ist Risikosteuerung: 

  • Ohne Inventur fließt Kapital in Projekte, die nicht am Engpass ansetzen. 
  • Ohne Operationalisierung bleibt Strategie narrativ. 
  • Ohne Implementierungsroutine droht strategischer Drift. 

Wirkung geht über Monate verloren, Abhängigkeiten von Einzelpersonen steigen, und „PowerPoint-Strategien“ ersetzen Entscheidungen. Das HG-Strategieprogramm adressiert diese Kosten des Nichtstuns präventiv und messbar. 

Was den Ansatz stark macht 

Die Stärke liegt in der Branchennähe: Regulatorik, Asset-Zyklen, Investitionslogiken und Multiprojekt-Realität sind für uns Tagesgeschäft, nicht Randnotiz. Entsprechend sind 1-3-5-LogikZielemonitor und Führungskräfteklausuren nicht nur methodisch sauber, sondern auf die Taktung und Zwänge von Netzbetreibern und Stadtwerken ausgerichtet. 

So werden Strategie, Planung und Führung in einen konsistenten Ablauf überführt, der im Betrieb trägt, nicht nur im Workshopraum.  

Wirkung in der Praxis 

Dass der Ansatz funktioniert, zeigen laufende Referenzen: Bei mehreren Netzbetreibern wurde mit dem HG Strategieprogramm eine strategische und operative Zielarchitektur bis 2028 aufgebaut, ein Zielemonitor eingeführt und ein regelmäßiges Strategie-Review mit klarer Verantwortungsübergabe in die Linie etabliert. 

Bei Stadtwerken wiederum ermöglichte eine bereichsübergreifende Strategie-Inventur im Kernprozess Meter-to-Cash eine tragfähige Führungskoalition, zielgruppengerechte Kommunikation und eine dynamische Umsetzungsagenda. Reibungsverluste konnten spürbar reduziert werden. 

Lass uns reden! 

Gute Strategie ist weniger die Kunst großer Worte als die Disziplin kleiner, konsequent umgesetzter Schritte. Wer KlarheitSteuerbarkeit und Takt verbindet, gewinnt Verlässlichkeit im Netzbetrieb ebenso wie im Marktgeschäft. 

Wenn Sie prüfen möchten, wo Sie heute stehen und welche zwei bis drei Hebel Ihre Umsetzung kurzfristig beschleunigen, bieten wir ein niedrigschwelliges Erstgespräch (30 Min.) an ohne Formalien, direkt mit den richtigen Personen am Tisch. 

Eine kurze Nachricht genügt:  
gabor.balogh@horizonte.group

Autor: Gábor Balogh


metelligent: Was sich in der Praxis gerade wirklich bewegt

Neues vom Zählermontagedienstleister aus Baunatal


Wenn man aktuell mit Stadtwerken über den Smart-Meter-Rollout spricht, kommt man schnell auf zwei Punkte:

Druck steigt – und saubere Umsetzung wird immer wichtiger.

Genau an dieser Stelle zeigt sich gerade bei der metelligent GmbH ziemlich klar, wohin die Reise geht.

ISO 9001 – kein Selbstzweck, sondern Thema aus dem Alltag

metelligent ist jetzt nach ISO 9001:2015 zertifiziert.
Klingt erstmal nach Standard – ist im Alltag aber alles andere als egal.

Denn genau dort hakt es in vielen Projekten:

  • unklare Abläufe zwischen Planung und Montage
  • unterschiedliche Qualitätsniveaus bei Teams
  • Nacharbeiten, die Zeit und Geld kosten

Die Zertifizierung zeigt vor allem eins:

Die Prozesse sind nicht nur auf dem Papier da, sondern funktionieren auch im Feld.

Für Stadtwerke heißt das konkret:

  • nachvollziehbare Abläufe
  • verlässliche Qualität bei Montage und Inbetriebnahme
  • weniger Reibungsverluste an Schnittstellen

Montage ist kein Nebenkriegsschauplatz

In vielen Diskussionen liegt der Fokus stark auf Technik, Regulierung oder IT.
Was dabei gerne unterschätzt wird: die Umsetzung draußen im Netz.

Wenn die Montage nicht sauber läuft, hilft die beste Strategie nichts.

metelligent setzt genau hier an:

  • klare Prozesse zwischen Planung, Einbau und Inbetriebnahme
  • eingespielte Teams
  • Fokus auf stabile Abläufe statt Einzelaktionen

Das Ziel ist kein „Projektabschluss“, sondern skalierbare Umsetzung.

Digitalisierung im Betrieb: weniger Chaos, mehr Struktur

Ein Thema, das immer relevanter wird: Störungen und deren Bearbeitung.

Hier wird zunehmend mit digitalen und KI-gestützten Lösungen gearbeitet – nicht als Buzzword, sondern für konkrete Probleme:

  • Fehler schneller erkennen
  • Einsätze besser priorisieren
  • Abläufe strukturierter abarbeiten

Für Netzbetreiber bedeutet das am Ende vor allem:
👉 weniger Stillstand
👉 schnellere Reaktionszeiten
👉 stabilere Prozesse im Tagesgeschäft

Klarheit statt Dauerbaustelle

Was man aus den letzten Wochen auch mitnimmt:
Viele Organisationen sind nicht mehr in der Findungsphase – sondern müssen liefern und den Hochlauf von Smart-Meter-Installationen schaffen.

Im Austausch mit Gesellschaftern und Partnern wurde deutlich: Jetzt geht es ums Umsetzen.

Dazu gehört auch:

  • Projekte sauber priorisieren
  • Ressourcen realistisch planen
  • Entscheidungen auf belastbarer Basis treffen

Fazit

Die Entwicklungen bei metelligent zeigen ziemlich nüchtern, worauf es aktuell ankommt:

👉 saubere Prozesse
👉 verlässliche Montage
👉 skalierbare Umsetzung im Feld

Denn am Ende zählt nicht, was geplant wurde –
sondern was funktioniert, wenn draußen eingebaut wird.


Wärmewende erfolgreich umsetzen – mit integrierten Lösungen

Neue HG-Impulse für die Wärmewende


Wärme neu denken: Effizienz, Transformation und Chancen in der Wärmewende

Die Energiewende ist in vollem Gange. Überall wird über erneuerbaren Strom, Netzausbau und Versorgungssicherheit diskutiert. Doch ein entscheidender Teil der Transformation bleibt oft im Hintergrund: die Wärme.

Dabei ist gerade sie einer der größten Hebel. Ein erheblicher Anteil des Energiebedarfs entfällt auf den Wärmesektor in Industrie, Gewerbe und Kommunen. Wer also von Klimazielen spricht, kommt an der Wärmewende nicht vorbei. Gleichzeitig zeigt sich schnell, wie vielschichtig diese Aufgabe ist. Technische Optionen, wirtschaftliche Anforderungen und regulatorische Rahmenbedingungen greifen ineinander und machen einfache Lösungen selten.

Genau an diesem Punkt beginnt unsere Arbeit in der Business Unit „Wärme & Effizienz“.

Wärmewende als integraler Bestandteil der Energietransformation

In der Praxis erleben wir immer wieder ein ähnliches Bild: Einzelmaßnahmen stoßen an ihre Grenzen, wenn sie nicht in ein übergeordnetes System eingebettet sind. Die Wärmewende entfaltet ihr Potenzial erst dann, wenn sie ganzheitlich gedacht wird.

Ein zentraler Ansatz ist die Sektorenkopplung. Die Verbindung von Strom, Wärme und perspektivisch auch Wasserstoff schafft neue Spielräume. Daraus entstehen Lösungen, die nicht nur emissionsärmer, sondern auch wirtschaftlich attraktiver sind.

So zeigen kombinierte Projekte aus Wärmenetzen und Kraft-Wärme-Kopplung bereits heute, wie sich Synergien heben lassen. Gleichzeitig rückt grüner Wasserstoff zunehmend in den Fokus. Er bietet Perspektiven für Speicherung und für Anwendungen, die sich nicht ohne Weiteres elektrifizieren lassen. Entscheidend ist dabei, diese Bausteine nicht isoliert zu betrachten, sondern sinnvoll miteinander zu verzahnen.

Genau hier unterstützen wir unsere Kunden: Wir verbinden Technologien, denken Systeme gesamtheitlich und entwickeln Lösungen, die nachhaltig wirtschaftlich sind.

Dynamische Rahmenbedingungen sicher navigieren

Während sich Technologien weiterentwickeln, verändert sich auch das Umfeld. Förderprogramme laufen aus, neue gesetzliche Anforderungen entstehen und politische Zielbilder werden weiter geschärft. Für viele Unternehmen und Kommunen bedeutet das eine wachsende Unsicherheit.

Investitionen müssen entschieden werden, obwohl sich Rahmenbedingungen verschieben können. Gleichzeitig steigt der Druck, die Transformation aktiv voranzutreiben.

In dieser Situation braucht es Orientierung. Wir begleiten unsere Kunden durch diese Dynamik, indem wir Entwicklungen frühzeitig einordnen, Optionen bewerten und Entscheidungsgrundlagen schaffen. Von der strategischen Ausrichtung bis zur konkreten Umsetzung sorgen wir dafür, dass aus Komplexität Klarheit wird.

Wachstum über Grenzen hinaus: Ausbau unseres Engagements in der Schweiz

Unser Anspruch ist es, die Wärmewende nicht nur möglich zu machen, sondern sie auch wirtschaftlich attraktiv zu gestalten. Auch geografisch erweitern wir unseren Blick. Die Schweiz entwickelt sich zunehmend zu einem spannenden Markt für nachhaltige Wärmelösungen. Die Nachfrage wächst und gleichzeitig entstehen neue Ansätze und regulatorische Rahmenbedingungen.

Für uns ist das eine Chance, unsere internationalen Erfahrungen einzubringen und mit unserem lokalen Schweizer Team wertsteigernd umzusetzen. Dieses Zusammenspiel aus internationaler Erfahrung und lokalem Verständnis kommt direkt unseren Kunden zugute. Lösungen werden dadurch nicht nur resilienter, sondern auch zukunftsfähiger.

Unser Anspruch: Ganzheitliche Unterstützung für Ihre Wärmestrategie

Am Ende zeigt sich immer wieder: Die Wärmewende ist kein standardisierter Prozess. Jede Organisation hat eigene Voraussetzungen, Ziele und Herausforderungen.

Deshalb setzen wir auf partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wir hören zu, analysieren, strukturieren und entwickeln gemeinsam Lösungen, die genau zur jeweiligen Situation passen. Ob es um die Optimierung bestehender Systeme, den Aufbau neuer Wärmekonzepte oder die Integration zukünftiger Technologien geht, wir begleiten den gesamten Weg.

Die Wärmewende passiert nicht von allein. Aber sie lässt sich gestalten. Mit dem richtigen Ansatz, der passenden Strategie und einem Partner, der Komplexität verständlich macht und in umsetzbare Lösungen übersetzt.

Jetzt Kontakt aufnehmen: info-HGD@horizonte.group

Autoren:  Gunnar Frey und Dominic Buchholz


Der HG-Recap zu unserem Messeauftritt auf der E-world 2026

Recap E-world 2026: Wo die Energiewende konkret wird – und wir mittendrin


Die E-world energy & water 2026 hat wieder gezeigt, warum sie Europas Leitmesse der Energiewirtschaft ist. Im 25. Jubiläumsjahr wurden neue Bestmarken erreicht, mit über 37.000 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern, 1.136 Ausstellern und Teilnehmenden aus 126 Nationen. Über 30 Prozent der Gäste kamen aus dem Ausland. Das ist mehr als eine Zahl, denn es zeigt, wie international die Themen und Herausforderungen inzwischen sind.

Mindestens genauso prägend war aber das, was man in den Hallen gespürt hat. Die Energiewende wird hier greifbar, weil sie in Gesprächen, Projekten und Entscheidungen auf Praxis trifft. Für uns als HORIZONTE-Group waren es drei sehr dichte Tage. Fachlich, strategisch und menschlich, mit genau der Mischung, die eine Messe wirklich wertvoll macht.

Mit der gesamten Gruppe vor Ort

In Halle 5 waren wir mit der gesamten Kompetenzbreite vertreten. Vor Ort waren die HORIZONTE-Group Consulting, die HORIZONTE-Group Technik, evroTarget, metelligent und CubyLink, ergänzt durch unseren Partner Aecoute für energiewirtschaftliche Rechtsfragen. Genau diese Konstellation macht unseren Ansatz sichtbar. Wir denken Energiewende nicht als Einzellösung, sondern als System, in dem Strategie, Regulierung, Technik und operative Umsetzung zusammenpassen müssen.

Wir waren nicht nur Aussteller, sondern im aktiven Dialog. Die Tage waren geprägt von eng getakteten Terminen, spontanen Gesprächen am Stand und Projektgesprächen, die oft direkt in nächste Schritte mündeten. Dazu kam das typische Klassentreffen-Gefühl der Branche, wenn man alte Wegbegleiter trifft und gleichzeitig neue Kontakte gewinnt. Und ja, manchmal blieb dabei kaum Zeit für eine Mittagspause.

Unsere Themen entlang der gesamten Wertschöpfung

Inhaltlich spiegelten unsere Gespräche die Bandbreite unserer sieben Business Units wider. Viele Themen tauchten immer wieder auf, weil sie aktuell überall auf den Tischen liegen.

Dazu gehörten vor allem diese Schwerpunkte:

  • Daten und Prozesse, weil skalierbare IT-Landschaften und belastbare Datenarchitekturen zur Basis für effiziente Abläufe werden und zwar vom Netzanschluss bis zur Abrechnung.
  • Smarte Infrastrukturen, weil CLS-Management, digitale Zwillinge und Steuerungskonzepte darüber entscheiden, wie Erzeuger und Verbraucher netzdienlich integriert werden.
  • Strategie, Märkte und Innovation, weil Geschäftsmodelle rund um Smart Metering, regulatorische Entwicklungen und die Positionierung von Netzbetreibern, MSB, Herstellern und Start-ups neue Antworten verlangen.
  • Wärme und Effizienz, weil kommunale Wärmeplanung und die Kopplung von Strom- und Wärmewende in der Umsetzung zusammengebracht werden müssen.
  • Projektmanagement und Change, weil Transformation nicht im Organigramm scheitert, sondern an Prioritäten, Steuerung und sauberer Umsetzung unter Realbedingungen.
  • Plattform, Cybersecurity und KI, weil resiliente Infrastrukturen und sichere digitale Prozesse heute Grundvoraussetzungen sind und nicht mehr Kür.
  • Meter2Cash, weil viele Stadtwerke End-to-End Stabilität im Messwesen, in Abrechnungssystemen und in der Marktkommunikation brauchen, um mit steigender Komplexität Schritt zu halten.

Bühne frei für die Niederspannung

Ein besonderer Moment war der Mittwoch im Climate Solutions Forum. Unser Partner Dr. Roland Olbrich hielt dort einen Impulsvortrag zur Technischen Studie 2.0 mit dem Titel „Stand des Steuerungsrollouts und Erfolgsfaktoren für ein funktionierendes Smart Grid“. Die Resonanz und die vielen Rückfragen haben deutlich gemacht, dass die Digitalisierung der Niederspannung keine Zukunftsmusik mehr ist. Sie wird Schritt für Schritt operative Realität.

In den Diskussionen ging es um Steuerbarkeit gemäß §14a EnWG, um die Integration von HEMS und um die Frage, wie Netztransparenz und Skalierung beim Smart-Meter- und Steuerbox-Rollout gelingen. Dahinter stand immer wieder dieselbe Leitfrage. Wie bringen wir Flexibilitäten systemisch und wirtschaftlich ins Netz.

Atmosphäre, Austausch und ein Hauch Primitivo

Neben aller fachlichen Tiefe war die E-world auch in diesem Jahr ein Ort echter Begegnung. Nach intensiven Projektgesprächen und Abstimmungen blieb am Abend Raum für informellen Austausch, unter anderem bei unserer Standparty mit Primitivo, Parmesan und vielen guten Gesprächen bis in den Abend. Genau diese Mischung macht den Unterschied. Fachlich klar, menschlich nah und immer mit Blick darauf, was in der Praxis wirklich funktioniert.

Was bleibt

Die offiziellen Zahlen sind stark, aber für uns zählt vor allem, was daraus entsteht. Wir nehmen konkrete Projektansätze mit, vertiefte Partnerschaften und neue Kooperationen. Wir hatten viele strategische Gespräche zu resilienten Infrastrukturen und haben erneut bestätigt bekommen, dass integrierte, ganzheitliche Beratung stärker gefragt ist denn je.

Die Energiewende wird komplexer und gleichzeitig konkreter. Die Branche bewegt sich schnell bei der Elektrifizierung, und neben Technologien rücken Finanzierung und stabile Rahmenbedingungen immer stärker in den Fokus. Genau hier sehen wir unsere Rolle. Wir verbinden Strategie, Finanzierung, Technik, Regulierung und operative Umsetzung zu einem Gesamtbild, das Entscheidungen erleichtert und Umsetzung beschleunigt.

Wir freuen uns auf die E-world 2027.

Autor: Alexander Murrenhoff, Frank Hirschi


HG-World 2026: Cybersecurity in der Energiewirtschaft, konkret und im Dialog

HG-World 2026: Cybersecurity konkret gedacht


HG-World 2026: Cybersecurity in der Energiewirtschaft, konkret und im Dialog

Ein Tag vor der E-world, 19 Stockwerke hoch im Ruhr Tower über den Dächern von Essen: Die HORIZONTE-Group hat am 9. Februar 2026 mit der HG-World ein eigenes Veranstaltungsformat auf die Beine gestellt, das Fachleute, Entscheider*innen und Change-Maker der Energiebranche zusammenbringt. Nachdem es letztes Jahr um die Finanzierung der Energiewende ging, war das Thema in diesem Jahr: „Cybersecurity 2026: Sicherheit im Wandel der Energiewelt.“

 Impulse aus der Praxis, nicht vom Papier

Das Herzstück des Nachmittags waren acht Impulsvorträge mit direktem Praxisbezug, anschließend eine Panel-Diskussion und ein Get-Together. Was dabei besonders auffiel: Der Austausch blieb selten auf der abstrakten Ebene. Regulierung, konkret NIS2, Umsetzungsfragen, Governance, Sicherheitskultur und die Frage nach operativer Resilienz wurden nicht nur benannt, sondern diskutiert, hinterfragt und weitergedacht.

Auf der Bühne standen unter anderem Ronald Derler vom Kompetenzzentrum Digitale Wasserwirtschaft mit seiner Keynote zum Mindset leistungsfähiger Security Operation Center, Dr. Thorsten Henkel vom Fraunhofer Institute for Secure Information Technology SIT sowie Andreas Lange von der CURSOR Software AG gemeinsam mit Immanuel Bär von Prosec Network Solutions. Der Dialog zwischen operativer Sicherheit und Security by Design machte deutlich, wie entscheidend Zusammenarbeit dort ist, wo technologische Transformation, regulatorische Anforderungen und kritische Infrastrukturen aufeinandertreffen. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge von Jannik Pokar und Marc Iridon von adesso SE, Jonathan Glatz und Ben Becks von Honett GmbH sowie Dr. Tobias Lieberum von CyberDesk, Teil der BRYCK Startup Alliance, die durch Tobias Grün vertreten wurde. Benedikt Girz, Business Unit Leiter bei der HORIZONTE-Group, rundete das Programm als Experte für KI, Cybersecurity und Software-Plattformen ab.

Eine Atmosphäre, die trägt

Was eine gute Fachveranstaltung von einer Pflichtveranstaltung unterscheidet, ist die Atmosphäre. Und die stimmte: konstruktiv, offen, auf Augenhöhe. Unterschiedliche Perspektiven standen nicht nebeneinander, sondern wurden gemeinsam weitergedacht. Wer den Raum betreten hat, hat ihn wissender verlassen.

Cybersecurity bleibt ein Gemeinschaftsthema

Die Energiewirtschaft steht vor einer Aufgabe, die kein Unternehmen allein löst: Sicherheit nicht nur zu regulieren, sondern operativ zu verankern, kulturell zu verankern und dauerhaft steuerbar zu machen. Formate wie die HG-World sind dafür da: Netzwerk stärken, Perspektiven verbinden, Umsetzung beschleunigen.

Bereit, Cybersecurity operativ zu verankern?

NIS2, wachsende Angriffsflächen, Digitalisierungsdruck: Wer heute nicht strukturiert ansetzt, verliert morgen die Steuerbarkeit. Die HORIZONTE-Group begleitet Netzbetreiber und Stadtwerke von der Governance-Struktur bis zur Umsetzung, auch eingebettet in laufende S/4HANA-Transformationen.

Jetzt Kontakt aufnehmen: 

Sprechen Sie uns an. Benedikt Girz ist Ihr Ansprechpartner rund um Plattformen, Cybersecurity und KI:
benedikt.girz@horizonte.group

Autor: Niklas Jutinkel