Recap E-world 2026: Wo die Energiewende konkret wird – und wir mittendrin


Die E-world energy & water 2026 hat wieder gezeigt, warum sie Europas Leitmesse der Energiewirtschaft ist. Im 25. Jubiläumsjahr wurden neue Bestmarken erreicht, mit über 37.000 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern, 1.136 Ausstellern und Teilnehmenden aus 126 Nationen. Über 30 Prozent der Gäste kamen aus dem Ausland. Das ist mehr als eine Zahl, denn es zeigt, wie international die Themen und Herausforderungen inzwischen sind.

Mindestens genauso prägend war aber das, was man in den Hallen gespürt hat. Die Energiewende wird hier greifbar, weil sie in Gesprächen, Projekten und Entscheidungen auf Praxis trifft. Für uns als HORIZONTE-Group waren es drei sehr dichte Tage. Fachlich, strategisch und menschlich, mit genau der Mischung, die eine Messe wirklich wertvoll macht.

Mit der gesamten Gruppe vor Ort

In Halle 5 waren wir mit der gesamten Kompetenzbreite vertreten. Vor Ort waren die HORIZONTE-Group Consulting, die HORIZONTE-Group Technik, evroTarget, metelligent und CubyLink, ergänzt durch unseren Partner Aecoute für energiewirtschaftliche Rechtsfragen. Genau diese Konstellation macht unseren Ansatz sichtbar. Wir denken Energiewende nicht als Einzellösung, sondern als System, in dem Strategie, Regulierung, Technik und operative Umsetzung zusammenpassen müssen.

Wir waren nicht nur Aussteller, sondern im aktiven Dialog. Die Tage waren geprägt von eng getakteten Terminen, spontanen Gesprächen am Stand und Projektgesprächen, die oft direkt in nächste Schritte mündeten. Dazu kam das typische Klassentreffen-Gefühl der Branche, wenn man alte Wegbegleiter trifft und gleichzeitig neue Kontakte gewinnt. Und ja, manchmal blieb dabei kaum Zeit für eine Mittagspause.

Unsere Themen entlang der gesamten Wertschöpfung

Inhaltlich spiegelten unsere Gespräche die Bandbreite unserer sieben Business Units wider. Viele Themen tauchten immer wieder auf, weil sie aktuell überall auf den Tischen liegen.

Dazu gehörten vor allem diese Schwerpunkte:

  • Daten und Prozesse, weil skalierbare IT-Landschaften und belastbare Datenarchitekturen zur Basis für effiziente Abläufe werden und zwar vom Netzanschluss bis zur Abrechnung.
  • Smarte Infrastrukturen, weil CLS-Management, digitale Zwillinge und Steuerungskonzepte darüber entscheiden, wie Erzeuger und Verbraucher netzdienlich integriert werden.
  • Strategie, Märkte und Innovation, weil Geschäftsmodelle rund um Smart Metering, regulatorische Entwicklungen und die Positionierung von Netzbetreibern, MSB, Herstellern und Start-ups neue Antworten verlangen.
  • Wärme und Effizienz, weil kommunale Wärmeplanung und die Kopplung von Strom- und Wärmewende in der Umsetzung zusammengebracht werden müssen.
  • Projektmanagement und Change, weil Transformation nicht im Organigramm scheitert, sondern an Prioritäten, Steuerung und sauberer Umsetzung unter Realbedingungen.
  • Plattform, Cybersecurity und KI, weil resiliente Infrastrukturen und sichere digitale Prozesse heute Grundvoraussetzungen sind und nicht mehr Kür.
  • Meter2Cash, weil viele Stadtwerke End-to-End Stabilität im Messwesen, in Abrechnungssystemen und in der Marktkommunikation brauchen, um mit steigender Komplexität Schritt zu halten.

Bühne frei für die Niederspannung

Ein besonderer Moment war der Mittwoch im Climate Solutions Forum. Unser Partner Dr. Roland Olbrich hielt dort einen Impulsvortrag zur Technischen Studie 2.0 mit dem Titel „Stand des Steuerungsrollouts und Erfolgsfaktoren für ein funktionierendes Smart Grid“. Die Resonanz und die vielen Rückfragen haben deutlich gemacht, dass die Digitalisierung der Niederspannung keine Zukunftsmusik mehr ist. Sie wird Schritt für Schritt operative Realität.

In den Diskussionen ging es um Steuerbarkeit gemäß §14a EnWG, um die Integration von HEMS und um die Frage, wie Netztransparenz und Skalierung beim Smart-Meter- und Steuerbox-Rollout gelingen. Dahinter stand immer wieder dieselbe Leitfrage. Wie bringen wir Flexibilitäten systemisch und wirtschaftlich ins Netz.

Atmosphäre, Austausch und ein Hauch Primitivo

Neben aller fachlichen Tiefe war die E-world auch in diesem Jahr ein Ort echter Begegnung. Nach intensiven Projektgesprächen und Abstimmungen blieb am Abend Raum für informellen Austausch, unter anderem bei unserer Standparty mit Primitivo, Parmesan und vielen guten Gesprächen bis in den Abend. Genau diese Mischung macht den Unterschied. Fachlich klar, menschlich nah und immer mit Blick darauf, was in der Praxis wirklich funktioniert.

Was bleibt

Die offiziellen Zahlen sind stark, aber für uns zählt vor allem, was daraus entsteht. Wir nehmen konkrete Projektansätze mit, vertiefte Partnerschaften und neue Kooperationen. Wir hatten viele strategische Gespräche zu resilienten Infrastrukturen und haben erneut bestätigt bekommen, dass integrierte, ganzheitliche Beratung stärker gefragt ist denn je.

Die Energiewende wird komplexer und gleichzeitig konkreter. Die Branche bewegt sich schnell bei der Elektrifizierung, und neben Technologien rücken Finanzierung und stabile Rahmenbedingungen immer stärker in den Fokus. Genau hier sehen wir unsere Rolle. Wir verbinden Strategie, Finanzierung, Technik, Regulierung und operative Umsetzung zu einem Gesamtbild, das Entscheidungen erleichtert und Umsetzung beschleunigt.

Wir freuen uns auf die E-world 2027.

Autor: Alexander Murrenhoff, Frank Hirschi